3. Spieltag

Borussia Dortmund gewinnt dank frühem Platzverweis und „Lebensversicherung“ in Heidenheim

Der BVB musste am dritten Spieltag der Bundesliga in Heidenheim ran. Die Mannschaft von Niko Kovač belohnt sich für eine starke Partie. Der Ticker zum Nachlesen.

  • 1. FC Heidenheim – Borussia Dortmund 0:2 (0:2)
  • Der BVB zeigt in Heidenheim über weite Strecken einen starken Auftritt und sichert sich drei Auswärtspunkte.

Update, 15.35 Uhr: Die Aufstellungen der Mannschaften sind da! BVB-Coach Kovac muss dabei auf Mittelfeldspieler Julian Brandt verzichten, der unter der Woche an der Hand operiert wurde. Er wird von Adeyemi ersetzt. Im Vergleich zum vergangenen Spieltag verändert er seine Aufstellung zusätzlich auf drei weiteren Positionen: Groß, Nmecha und Ryerson beginnen für Bellingham, Sabitzer und Anselmino, der ebenfalls nicht im Kader steht. Die Startelf des BVB: Kobel - Ryerson, Anton, Bensebaini - Yan Couto, P. Groß, F. Nmecha, Svensson, Adeyemi, Beier - Guirassy

Erstmeldung: Heidenheim – Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac kennt den 1. FC Heidenheim bereits aus früheren Stationen. Mit Eintracht Frankfurt siegte er im Pokal-Achtelfinale auf der Ostalb, mit dem FC Bayern gewann er ein wildes Viertelfinale. Auch als Wolfsburg-Coach blieb er ungeschlagen. Dennoch erwartet der Kroate am Samstag ab 15.30 Uhr eine „schwere Aufgabe“ im kleinen und engen Stadion des FCH.

Mittelfeld-Stratege Julian Brandt droht für das Spiel in Heidenheim auszufallen.

„Es wartet ein Gegner, der sicherlich körperlich alles aus sich herausholen wird. Ein Gegner, der uns fordern wird, vor allen Dingen physisch“, erklärte er. Entscheidend werde die Chancenverwertung sein. „Wir müssen zusehen, dass wir die Möglichkeiten, die wir bekommen werden, auch nutzen.“ Schon gegen Union Berlin war dies ein Problem.

BVB-Trainer fordert Effizienz gegen Heidenheim

Die Partie folgt direkt auf die Länderspielpause – keine einfache Situation, wie Kovac betont. „Viele Spieler waren unterwegs, viele haben zweimal 90 Minuten gespielt.“ Umso wichtiger sei es, „körperliche und geistige Frische an den Tag zu legen“. Der Trainer weiß, dass der BVB in der Vergangenheit genau gegen diese Art von Gegner schon oft Punkte unnötig liegen ließ.

Im Blickpunkt steht auch BVB-Leihgabe Diant Ramaj, inzwischen Torwart des FCH. Kovac kennt ihn nur flüchtig: „Als er verpflichtet wurde, haben wir uns gesehen und uns natürlich auch ausgetauscht. Dann ist er relativ schnell in Kopenhagen gewesen.“ Kontakt gebe es derzeit nicht: „Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich muss mich genug um meine eigenen Spieler kümmern.“

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Verletzungssorgen beim BVB bleiben bestehen

Personell bleibt die Lage angespannt. Nico Schlotterbeck trainiert nach seinem Meniskusriss wieder mit, allerdings „noch ohne Gegnerkontakt, alles überschaubar“. Auch Niklas Süle, Emre Can, Julien Duranville und Neuzugang Fabio Silva stehen nicht zur Verfügung. Bei Julian Brandt entscheidet sich nach einer Hand-Operation kurzfristig, ob er einsatzfähig ist. „Wir müssen schauen, ob es fürs Wochenende reicht“, so Kovac auf der PK vor dem Spiel.

Der FCH Heidenheim wartet in dieser Saison noch auf das erste Erfolgserlebnis. Nach einem 1:3 gegen Wolfsburg und einem 0:2 in Leipzig steht die Mannschaft von Frank Schmidt punktlos da. Unterschätzen will Kovac den Gegner dennoch nicht: „Wir müssen zusehen, dass wir auf jeden Fall dagegenhalten.“ (BenHot)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto

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