Nach Ausfall von Kleindienst

Avanciert ein Bundesliga-Shootingstar zum DFB-Retter für Nagelsmann?

Eine Knieverletzung zwingt Tim Kleindienst zu monatelanger Pause, wodurch er Julian Nagelsmann fehlen wird. Wird ein junger Shootingstar zum Ersatz?

Frankfurt – Die Bundesliga-Saison 2024/25 ist Geschichte, doch Fußball wird in diesem Sommer noch eine ganze Menge gespielt. Das nächste große Highlight: Das Final Four der Nations League vom 4. bis zum 8. Juni mit deutscher Beteiligung. Die DFB-Elf will im eigenen Land endlich den lang ersehnten großen Titel klarmachen.

Nagelsmann muss auf Kleindienst verzichten

Bundestrainer Julian Nagelsmann musste nun allerdings schon einige Wochen vor dem Turnierstart den ersten großen Rückschlag hinnehmen. Tim Kleindienst, Top-Torjäger von Borussia Mönchengladbach, fällt mit einer schweren Meniskusverletzung für mehrere Monate aus. Der 29-Jährige war seit vergangenem Herbst erste Wahl im Sturmzentrum der Nationalmannschaft.

Nagelsmann, der seinen Kader für das Final Four schon am kommenden Donnerstag benennen will, braucht jetzt dringend Ersatz. Wie gut, dass die Kleindienst-Alternative förmlich auf der Hand liegt: Nick Woltemade. Der 23-Jährige feierte in der frisch abgelaufenen Saison beim VfB Stuttgart seinen Durchbruch, begeisterte mit 16 Toren und drei Vorlagen im Sturmzentrum.

Muss in der Nations League auf Tim Kleindienst verzichten: Julian Nagelsmann.

Woltemade sammelte bereits in der U21 Erfahrungen

Woltemades Leistungen sorgten unter anderem für Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern. Eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft blieb bislang indes noch aus. Das könnte sich nun aber rasch ändern. Was noch für Woltemade spricht: In der U21 stand er bereits 13 Mal auf dem Platz, konnte zum Beispiel beim 3:1 gegen Spanien im März mit einem Hattrick überzeugen.

Neuner, Vettel & Co.: Was machen Deutschlands zurückgezogene Sport-Helden?

Magdalena Neuner, Sebastian Vettel und Franziska von Almsick leben heute ein zurückgezogenes Leben.
Magdalena Neuner legte eine unfassbare Biathlon-Karriere hin. Zwölfmal wurde sie Weltmeisterin, zweimal Olympiasiegerin und dreimal holte sie den Gesamtweltcup. Sie ist zwar nicht mehr dauerhaft präsent, tritt aber immer noch vereinzelt in Fernsehshows auf. Außerdem machte sie eine Ausbildung zur Stress- und Resilienztrainerin.
Auch Michael Greiss war ein echtes Biathlon-Ass. Vor allem die drei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen von Turin 2006 werden immer in Erinnerung bleiben. Ab und zu sieht man Greiss noch als Experten bei Eurosport. Außerdem ist er Botschafter des Vereins Athletes for Ukraine.
Sie wird immer zu den größten Fußballerinnen aller Zeiten zählen: Birgit Prinz. Die Rekordnationalspielerin erzielte für die deutsche Nationalmannschaft unfassbare 128 Tore und führte sie in den Jahren 2003 und 2007 zum WM-Titel. Mittlerweile ist die Ex-Stürmerin als Sportpsychologin für die Frauen der TSG Hoffenheim tätig und hatte bis 2023 die gleiche Position im DFB-Team.
Neuner, Vettel & Co.: Was machen Deutschlands zurückgezogene Sport-Helden?

Eine gute Nachricht gibt es trotz des Kleindienst-Ausfalls für Nagelsmann aber doch: Niclas Füllkrug steht wieder zur Verfügung, nachdem er in den letzten drei Abstellungsperioden wegen Achillessehnen- und Oberschenkelverletzungen ausgefallen war. In der DFB-Elf kommt der West-Ham-Stürmer in 22 Einsätzen bisher auf 14 Tore.

Deutschland muss im Halbfinale des Final-Four-Turniers am 4. Juni zunächst gegen Portugal ran. Im Falle eines Sieges findet das Endspiel am 8. Juni gegen den Sieger des zweiten Semifinales zwischen Frankreich und Spanien statt – genauso wie das Spiel um Platz drei zwischen den beiden unterlegenen Nationen. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

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