Stürmer top-motiviert

Bayern-Angreifer Kane reagiert auf Hoeneß-Worte

Der FC Bayern startet die Champions-League-Saison gegen einen Hochkaräter. Vor der Begegnung mit Chelsea rücken Kommentare von Uli Hoeneß und Harry Kane in den Fokus.

München – Der englische Nationalstürmer stellte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel klar, dass er wenig von der Rolle des Außenseiters hält. „Ein Klub wie Bayern erwartet immer, jeden Wettbewerb zu gewinnen. Ich würde nicht sagen, dass wir Außenseiter sind, auch wenn wir gegen die besten Teams Europas spielen“, erklärte der 32-Jährige. „Jetzt beginnt eine lange Reise, hoffentlich bis in den Mai. Ich möchte nicht zu weit vorausblicken. Wir wollen in der Ligaphase so weit oben wie möglich stehen. Alles beginnt morgen.“

Harry Kane will die CL gewinnen.

Zuvor hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Erwartungshaltung deutlich gedämpft. Auf einer Gala in Berlin zog er überraschend einen Vergleich zwischen dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim: „Ich freue mich auf die kommende Saison, weil wir so wie Hoffenheim in die Champions-League-Saison gehen“, sagte der 73-Jährige. Damit spielte er auf die Außenseiterrolle an, die er gleichzeitig als Chance für die Münchner sieht: „Genau das ist unsere Chance.“

Kane will Playoffs vermeiden

Kane hingegen denkt nicht daran, sich kleiner zu machen als nötig. „Wir trauen uns zu, jedes Team in der Allianz Arena zu schlagen. Es liegt an euch [Journalisten] und den Fans zu entscheiden, wer der Favorit ist. Wir fühlen uns im Moment sehr gut. Wenn wir Chelsea schlagen wollen, müssen wir unsere Topform abrufen.“

Die Münchner stehen vor einer Gruppenphase mit besonderen Herausforderungen. Neben Chelsea warten mit Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal zwei weitere Hochkaräter. Die Belastung wird hoch – nicht zuletzt wegen des vergleichsweise schmalen Kaders. Kane hatte bereits vor einigen Wochen betont, dass dies „vermutlich einer der kleinsten Kader“ sei, in dem er je gespielt habe.

Matthäus nur der Letzte: Fehden von Uli Hoeneß haben beim FC Bayern lange Tradition

Uli Hoeneß leitet seit Jahrzehnten die Geschicke des FC Bayern München. In dieser Zeit hat der Bayern-Patron schon häufig mit seinen Äußerungen für Ärger gesorgt.
Jüngstes Beispiel ist die Fehde mit TV-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Die Wurzeln des Streits liegen im Bayern-Transferpoker um Nick Woltemade.
Matthäus hatte dem ehemaligen VfB-Stürmer einen Marktwert von 80 bis 100 Millionen Euro attestiert. Hoeneß reagierte daraufhin mit der Beleidigung, Matthäus habe „nicht alle Tassen im Schrank“. Kurze Zeit später legte er nach: „Wir haben uns wenig zu sagen, weil ich festgestellt habe, dass er noch keine neue Tasse gefunden hat“.
Das konnte Matthäus wiederum nicht auf sich sitzen lassen. In seiner Sky-Kolumne erwiderte er:  „Das meiste von dem, was Uli gesagt hat, habe ich als peinlich empfunden.“
Matthäus nur der Letzte: Fehden von Uli Hoeneß haben beim FC Bayern lange Tradition

Dennoch gibt sich der Kapitän selbstbewusst. Besonders mit Blick auf das im vergangenen Jahr eingeführte Champions-League-Format hat er ein klares Ziel, nachdem die Münchner letztes Jahr in die Playoffs mussten. „Februar 2025 war sehr schwierig, körperlich und mental, weil wir gegen Celtic in den Playoffs spielen mussten. Das war eine harte Zeit.“

„Aber die Playoffs verhindern keinen Erfolg, wie PSG letzte Saison gezeigt hat. Natürlich wollen wir unter die ersten Acht kommen und die Playoffs vermeiden“, so Kane. Er legte mit acht Toren in fünf Spielen einen starken Saisonstart hin – auch das spiegelt sich in seiner Ansprache wider. „Ich traue mir immer zu, Tore zu schießen.“

„Anfangs musste ich mich an vieles gewöhnen und wusste nicht, wie gut es laufen würde. Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und will darauf aufbauen. Unser Spielstil passt gut zu mir. Ich habe viel Selbstvertrauen und fühle mich körperlich und mental stark. Wenn wir als Team gut drauf sind, werde ich viele Tore machen.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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