Eigengewächs auf sehr gutem Weg

Bayern-Boss über Pavlović: „Hat das Zeug zu einem Müller 2.0“

Das Eigengewächs Aleksandar Pavlović ist beim FC Bayern zu einem absoluten Leistungsträger gereift. Sportvorstand Max Eberl traut ihm eine große Karriere zu.

Bereits im zarten Alter von sieben Jahren wechselte der gebürtige Münchner Aleksandar Pavlović 2011 vom SC Fürstenfeldbruck zum FC Bayern. Beim deutschen Rekordmeister durchlief er anschließend sämtliche Jugendabteilungen. Unter dem damaligen FCB-Chefcoach Thomas Tuchel wurde er in der Saison 2023/24 zu den Profis hochgezogen. Als dieser im Sommer 2023 auf dramatische Weise seinen Wunschspieler João Palhinha nicht bekommen hatte, kündigte er an, stattdessen Pavlović einzusetzen. Fälschlicherweise wurde das damals zuerst als Trotzreaktion interpretiert.

Thomas Müller nach seinem letzten BL-Spiel mit „Nachfolger“ Aleksandar Pavlovic.

Angesichts der in dieser Saison vorzüglichen Leistungen des neunfachen Nationalspielers stellte Sky-Moderatorin Britta Hoffmann im Vorfeld des Bundesligaspiels gegen Borussia Mönchengladbach Max Eberl die Frage, welche Rolle der 21-Jährige künftig beim Rekordmeister einnehmen könnte. Die Antwort des Sportvorstands war eindeutig: „Er hat das Zeug zu einem Müller 2.0.“ Über Müller sprach Pavlovic auch im exklusiven Absolut-Bayern-Interview.

Wird Bayern-Star Pavlovic zu Müller 2.0?

Wie Thomas Müller in seinen 17 Profi-Jahren beim FC Bayern demonstriert auch Pavlović deutlich, dass der deutsche Rekordmeister sein ganz großer Herzensverein ist, bei dem er am liebsten bis zum Karriereende auflaufen würde: Eine größtmögliche Identifikation. Nach zahlreichen Krankheiten und Verletzungen in seiner Profi-Startphase hat sich der 21-Jährige mittlerweile – unter anderem dank einer nötig gewordenen Mandel-OP – gesundheitlich stabilisiert.

So konnte er in der laufenden Saison 32 von 38 Pflichtspielen auf der Doppelsechs absolvieren, zuletzt schien es sogar so, dass er dort die Chefrolle des etwas schwächelnden Joshua Kimmich übernehmen würde. Zudem stand er in allen acht Champions-League-Partien sowie in allen vier DFB-Pokal-Spielen von Beginn an auf dem Feld.

Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Aleksandar Pavlović wird am 3. Mai 2004 in München geboren. Mit deutschen und serbischen Wurzeln wächst er als waschechter Münchner auf. Seine Geburts- und Heimatstadt wird später der Schauplatz seiner großen Karriere sein.
Schon früh zeigt der kleine Aleksandar eine außergewöhnliche Begabung für den Fußball. Beim SC Fürstenfeldbruck, einem Verein in der Nähe von München, tritt er das erste Mal gegen das runde Leder. Der Grundstein für eine steile Karriere.
Im Alter von nur sieben Jahren wechselt Pavlović vom SC Fürstenfeldbruck in das renommierte Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Ein großer Schritt für das Talent – und der Beginn einer engen Verbindung mit dem deutschen Rekordmeister.
Über zwölf Jahre durchläuft Pavlović sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern München. Er entwickelt sich Schritt für Schritt weiter und gilt intern schnell als eines der größten Talente des Vereins. Sein Stil als defensiver Mittelfeldspieler wird hier langsam deutlich.
Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Dabei war es nicht so, dass sich sein kometenhafter Aufstieg (sein Marktwert beträgt bereits 65 Millionen Euro) schon zu Campus-Zeiten abgezeichnet hatte. Dazu bemerkte Eberl vor dem Sky-Mikrofon, dass Pavlović „nie als das Top-Talent“ galt. Im Gegenteil: „Er hat sich das alles wirklich hart erarbeitet. Er hat sich die Chance von Thomas Tuchel damals erarbeitet, hat sich dann reingebissen und ist auf einem sehr, sehr guten Weg“.

Der Youngster selbst hatte dies zuvor auch schon in einigen Interviews bestätigt, teilweise hatte er sogar Zweifel, beim FCB in den Männerbereich (in die U23 in der Regionalliga) übernommen zu werden. Heute ist man an der Säbener Straße voll des Lobes für die Entwicklung des Eigengewächses.

Dazu der Sport-Boss stellvertretend: „Er ist 21, aber was der Junge macht, wie er marschiert, wie er lernt von Größen wie Leon, aber auch von anderen und wie er seinen eigenen Weg geht.“ Eberl traut dem gebürtigen Münchner – sportlich wie emotional – einen ähnlichen Karriereweg wie Thomas Müller zu. Die FCB-Ikone übrigens selbst auch.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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