Keine Stimmung in der Kurve

Bayern-Fans mit Polizei-Ärger vor Dortmund-Kracher – 500 Anhänger boykottieren Spiel

Vor dem Klassiker gegen den BVB gab es eine Auseinandersetzung von Bayern-Fans mit der Polizei. Zahlreiche FCB-Anhänger entschieden sich daraufhin für einen Boykott.

Fußball-Deutschland schaut am Samstagabend gespannt nach Dortmund. Im Klassiker trifft der BVB als Verfolger auf Tabellenführer FC Bayern (hier zum Liveticker) – mit einem Sieg könnten die Münchner für eine kleine Vorentscheidung im Meisterrennen sorgen, die Dortmunder wiederum mit einem Heimsieg den Rückstand auf fünf Punkte verkürzen.

Weniger Fans als geplant in der Kurve des FC Bayern beim Klassiker gegen Dortmund.

Für einige Anhänger des FC Bayern verlief der Vorlauf der Partie allerdings wohl nicht wie erwünscht. Stattdessen gab es offenbar Ärger mit der Polizei beim Einlass. Der Fanblock des FCB ist auffallend leer, lediglich am Anfang des Spiels waren die Gäste-Anhänger kurz zu hören, danach wurde der Support größtenteils eingestellt. Auch keine Fahnen und Banner waren mehr zu sehen.

Bayern-Fans mit Polizei-Ärger vor Spitzenspiel gegen Dortmund

Auf Nachfrage von Ippen.Media sagte ein Sprecher der Polizei, es habe bei der Einlasskontrolle eine Auseinandersetzung von Fans des FC Bayern mit der Polizei gegeben. Ursache war demnach, dass mehrere FCB-Anhänger versucht hatten, sich mit gefälschten elektronischen Tickets Einlass ins Stadion zu verschaffen. Nach einer Kontrolle durch die Polizei hätten die Fans wohl sogar das Stadion betreten dürfen – sie beschlossen jedoch, das Spiel nicht im Stadion zu verfolgen, sondern offenbar hinter der Tribüne.

Entgegen anderslautender Medienberichte sei es von Seiten der Polizei jedoch nicht zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken gekommen. Über mögliche verletzte Personen gab es zunächst keine Informationen.

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Abgangskandidat: Leon Goretzka
Der Mittelfeldspieler gilt als „Dauer-Verkaufskandidat“ und hat unter Kompany keine Stammplatz-Garantie mehr. Verschiedene europäische Topklubs zeigen bereits Interesse an dem 30-Jährigen.
Die Bayern-Bosse würden einen Verkauf begrüßen, um Gehaltskosten zu sparen und Platz für neue Talente zu schaffen. Da sein Vertrag ausläuft, wird Goretzka wohl ablösefrei gehen.
Abgangskandidat: Javier Fernández
Der spanische Jugendspieler, der hauptächlich in der zweiten Mannschaft des FCB spielt, konnte sich bisher nicht durchsetzen und steht vor einem möglichen Abgang. Mehrere Vereine aus La Liga sollen bereits Interesse bekundet haben.
Bayern sieht in Fernández, hier im Testspiel neben Lennart Karl, zwar Potenzial, zweifelt aber an seiner Anpassungsfähigkeit ans System. Ein Leihgeschäft oder Verkauf wird als wahrscheinlichste Option betrachtet.
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Die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung mit der Polizei waren auch Thema im TV. Sky-Field-Reporterin Britta Hoffmann erklärte während der Übertragung des Spiels: „Man merkt, der Support aus der Bayern-Kurve ist zurückhaltend. Es soll eine Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einem Teil der aktiven Fan-Szene der Bayern gegeben haben vor dem Spiel. Und deshalb haben sich 500 Fans entschieden, das Spiel im Stadionumlauf zu verfolgen und den Support einzustellen.“

Kurios: Sogar Bayern-Star Jamal Musiala, der zunächst auf der Bank saß, fragte zwischenzeitlich beim Aufwärmen in der FCB-Kurve nach, warum der Block so leer war. Das zeigen Fotos aus dem Stadion. Schließlich ermunterte er die übrig gebliebenen Fans, trotzdem weiter Stimmung zu machen. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden im Stadion schließlich aus beiden Fanlagern „Alle Bullen sind Schweine“-Fangesänge angestimmt. Die BVB-Ultras hissten zudem ein Banner mit der Aufschrift: „Freiheit für Gästefans in Dortmund!“ Die übrigen Bayern-Fans entrollten ihrerseits einen „Freiheit für alle Fußballfans“-Schriftzug.

Rubriklistenbild: © Hanna Raif

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