Die Bayern-10 wird frei

Sané-Abgang öffnet Tür: Bekommt Musiala jetzt die Nummer 10 beim FC Bayern?

Seit Jahren gilt sie als Zeichen für die zentrale Kreativrolle – jetzt ist sie frei. Beim FC Bayern rückt ein möglicher Trikotwechsel in den Fokus.

München – Mit dem feststehenden Wechsel von Leroy Sané zu Galatasaray Istanbul wird in München nicht nur ein Platz auf dem Flügel frei, sondern auch die traditionsreiche Rückennummer 10. Und mit Jamal Musiala steht ein Spieler bereit, in dem viele Fans den idealen Nachfolger sehen. Sané wurde in Istanbul mit großem Jubel empfangen, am Flughafen feierten ihn hunderte Anhänger mit Pyrotechnik und Sprechchören.

Der 29-Jährige unterschreibt beim türkischen Meister einen Dreijahresvertrag und verlässt den FC Bayern nach fünf Jahren ablösefrei. In einem Instagram-Post blickte er auf seine Zeit in München zurück: „Nach fünf intensiven Jahren hier in München habe ich entschieden, in der kommenden Saison ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich bin unglaublich stolz, das Trikot des besten und größten Klubs in Deutschland über 200-mal getragen zu haben und werde die gemeinsam gewonnenen Titel immer in Ehren halten.“

Tränen, Trauer und Unmut: Die emotionalsten Abschiede beim FC Bayern München

Am 23. Mai 2015 absolvierte Bastian Schweinsteiger gegen Mainz 05 sein letztes Pflichtspiel für den FC Bayern. Es war gleichzeitig sein 500. Bundesligaspiel.
Rund drei Jahre später wurde Schweinsteiger dann auch mit einem offiziellen Abschiedsspiel verabschiedet. In einem Freundschaftsspiel trat der FCB gegen Schweinsteigers damaliges Team Chicago Fire an.
Gleich mehrere Bayern-Abschiede erlebte Claudio Pizarro. Der Peruaner verließ den FCB 2017 nach sechs Jahren in Richtung FC Chelsea. Nach einem Zwischenstopp in Bremen kehrte er 2012 zum FC Bayern zurück.
2015 war dann aber endgültig Schluss. Nach mehr als 200 Spielen und 87 Toren sagte Pizarro den Bayern-Fans „adios“.
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Musiala auch beim DFB mit der Trikotnummer 10

Der 22-jährige Musiala trägt aktuell die Nummer 42, ist aber längst der zentrale Taktgeber im Münchner Offensivspiel. Dass er eine besondere Beziehung zur 10 hat, machte er im Frühjahr vergangenen Jahres deutlich: Seit März 2024 läuft Musiala auch in der Nationalmannschaft mit dieser Rückennummer auf – und sagte damals: „Die Nummer 10 ist ein Traum von mir, seit ich ein kleines Kind bin.“ Weiter erklärte er: „Als ich Messi geschaut habe, war es immer mein Wunsch, die Nummer 10 mal tragen zu können.“

Jamal Musiala

Ein möglicher Wechsel zur 10 hätte nicht nur symbolische Bedeutung. Musiala zählt längst zu den prägenden Figuren im Bayern-Kader – und zeigt auch den Willen, mehr Verantwortung zu übernehmen. In Interviews betonte er: „Mehr ein Führungsspieler“ sein zu wollen, der das Team „mitnimmt und pusht“. Wie die Münchner tz berichtet, war es ohnehin stets der Plan der Klubführung, Jamal Musiala früher oder später die Rückennummer 10 zu geben. Ob der Trikotwechsel offiziell wird, ist noch offen. Doch bei vielen Fans scheint die Entscheidung längst gefallen zu sein. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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