Kreuzbandriss

Bayern-Star Davies enthüllt Nervenzusammenbruch nach schwerer Verletzung

Alphonso Davies erlitt im März einen Kreuzbandriss. Der Linksverteidiger des FC Bayern gibt nun Einblicke in seine Gefühlswelt.

München – Alphonso Davies ist seit Wochen beim FC Bayern raus und wird dem deutschen Rekordmeister auch noch einige Monate fehlen.

Der Grund: Der Kanadier riss sich am 23. März im Halbfinale der CONCACAF Nations League gegen die USA (2:1) das Kreuzband im rechten Knie.

Während seine Kollegen beim FC Bayern aktuell auf dem Trainingsplatz stehen, sich auf die restlichen Bundesliga-Spiele und anschließend auf die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft vorbereiten, ist Davies mit seiner Reha beschäftigt.

Bayern-Star Alphonso Davies: „Ich bin in Tränen ausgebrochen“

In einem 19-minütigen YouTube-Vlog gibt der 24-jährige Linksverteidiger nun Einblicke und schildert einen mentalen Zusammenbruch.

„In 30 Minuten habe ich Physio“, sagte Davies am Morgen des 30. März, ehe er fortsetzte: „Ich hatte einen mentalen Zusammenbruch. Ich weiß nicht, woher es kam. Ich habe geduscht und bin dann in Tränen ausgebrochen und habe Panik bekommen. Hoffentlich wird es Tag für Tag besser. Wir müssen uns da durchkämpfen.“

Davies-Verletzung erzürnte den FC Bayern

Dass sich Davies bei der Nationalmannschaft verletzte, sich eine vermeintlich harmlose Verletzung jedoch später als Kreuzband herausstellte, erzürnte die Verantwortlichen des FC Bayern.

„Es ist einfach richtig bitter. Für uns ist es einfach nicht korrekt, wie das abgelaufen ist“, klagte Sportdirektor Christoph Freund. „Phonzy hat über Müdigkeit geklagt. Es war aber grenzwertig. Ich glaube, es wurde auch ausgemacht, dass er nicht spielt. Klar, kann man sagen, er muss grünes Licht geben, aber er ist der Kapitän der Mannschaft, er ist ein junger Bursche, der seinem Land helfen will. Und dann gibt es diese Verletzung nach zwölf Minuten“, so Freund weiter.

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Der FC Bayern ging davon aus, dass es sich um eine leichte Blessur handele, weil Davies anschließend zwölf Stunden im Flugzeug nach Deutschland gesessen sei. Erst in München wurde der Kreuzbandriss diagnostiziert. Dieses Vorgehen bezeichnete Freund als „fahrlässig und unprofessionell“.

Kanada-Trainer Marsch: „Haben keinen Druck auf den Spieler gemacht“

Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch meinte daraufhin bei Sky Austria: „In erster Linie ist es schade, dass er sich diese Verletzung zugezogen hat. Und zweitens haben wir keinen Druck auf den Spieler gemacht. Er war gesund und bereit.“

Marsch weiter: „Es war schade, dass die Verletzung passiert ist. Ich konnte da nichts zu. Er ist ein junger Spieler, hat eine große Zukunft. Verletzungen sind im Fußball normal. Alphonso ist ein unglaublich starker Junge, vielleicht der stärkste, den ich in meinem Leben gecoacht habe. Ich glaube, er wird noch stärker zurückkommen und bereit sein, für die nächsten Jahre.“

Davies selbst zeigt sich kämpferisch. „Danke, für all eure Liebe, eure netten Worte und die Unterstützung, die ihr mir seit meiner Verletzung gegeben habt. Es ist unglücklich, so lange auszufallen und meine Saison so früh zu beenden, aber ich werde hart arbeiten, um stärker zurückzukommen“, so seine Worte in einem Post bei Instagram.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Teresa Kröger /M.i.S.

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