Nach langer Leidenszeit

Bayern-Star könnte gegen Sporting langersehntes Comeback feiern

Vor dem Duell gegen Sporting ließ Bayern-Trainer Vincent Kompany aufhorchen: Alphonso Davies könnte seine Rückkehr feiern – nach fast neun Monaten Pause.

München – Als Alphonso Davies am Montag vor dem Königsklassen-Duell gegen Sporting Lissabon (alle TV-Infos) lächelnd über den Trainingsplatz schlenderte, wirkte es wie ein unmissverständliches Signal: Seine Rückkehr steht kurz bevor. 262 Tage nach seinem Kreuzbandriss könnte der Kanadier bereits in der Champions League wieder im Kader stehen – und sogar Spielminuten sehen.

Alphonso Davies (r.) steht vor einer Rückkehr, auf die Bayern lange warten musste. Gegen Sporting könnte er erstmals wieder im Kader stehen.

„Es besteht die Möglichkeit, dass er morgen im Kader steht“, sagte Vincent Kompany auf der Spieltags-PK am Montag (8. Dezember). Er schränkte aber zugleich ein: „Wenn es ein enges Spiel wird, wovon ich gegen Sporting ausgehe, wird er wahrscheinlich keine Spielminuten bekommen. Aber er wird diese Woche ohnehin wahrscheinlich Spielzeit erhalten. Alles vor Weihnachten ist ein Bonus.“

Bayern-Pechvogel Alphonso Davies könnte in der Champions League endlich sein Comeback feiern

Die Aussagen des Trainers decken sich mit seiner Linie der vergangenen Tage: Schon vor dem Ligaspiel in Stuttgart sprach Kompany vage von einer möglichen Einsatzchance, nun rückt das Comeback spürbar näher. Im Training wirkte Davies erwartungsgemäß gelöst, versprühte gute Laune und teilte Umarmungen mit Joshua Kimmich und Co‑Trainer Aaron Danks. Davies war förmlich ins Gesicht geschrieben: Die lange Leidenszeit ist endlich vorbei!

Seine Verletzung liegt fast neun Monate zurück: Am 23. März riss er sich im Länderspiel gegen die USA das Kreuzband. Seither war der 25‑Jährige zum Zuschauen verdammt, während sein Team von einem Sieg zum nächsten rannte. Für Bayern wäre Davies’ Rückkehr ein wichtiges Signal für die kommenden Wochen. Der deutsche Rekordmeister hat vor der Winterpause noch drei Spiele vor der Brust und ein spielbereiter Davies würde Kompany plötzlich neue Optionen eröffnen.

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
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Kompany machte allerdings auf der PK deutlich, dass es mit Blick auf den Gegner kein Abend zum Experimentieren wird. „Technisch sind sie stark und sie haben viel Talent“, erklärte der Belgier. „Sie haben in der Offensive schnelle Spieler, die in die Tiefe gehen. Außerdem aktive Mittelfeldspieler und Verteidiger, die auch Fußball spielen können. Das ist Champions League.“ Und nach langer Leidenszeit ist endlich auch Alphonso Davies wieder mit dabei. (kus)

Rubriklistenbild: © IMAGO/kolbert-press/Ulrich Gamel

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