Vor Rückspiel gegen Real
Vincent Kompany kritisiert Gelbsperren-Regel in der Champions League
Bei einem möglichen Weiterkommen droht gleich mehreren Bayern-Stars eine Gelbsperre im Halbfinale. Eine Regel, die bei Trainer Kompany auf Kopfschütteln trifft.
Am Mittwochabend steht für den FC Bayern München gegen Real Madrid das entscheidende Viertelfinal-Rückspiel an. Bereits beim 2:1-Hinspielsieg des deutschen Rekordmeisters wurde das Gelbsperren-Problem bei den Madrilenen angesprochen. Nach seiner Verwarnung wird Aurélien Tchouaméni den Königlichen in der Allianz Arena gelbgesperrt fehlen.
Auch beim FC Bayern ist das Problem einer möglichen Sperre in der kommenden Champions-League-Runde präsent. So sind die Leistungsträger Manuel Neuer, Konrad Laimer, Jonathan Tah und Dayot Upamecano vor dem Rückspiel vorbelastet und könnten bei einer weiteren Verwarnung das erste Halbfinalspiel verpassen.
Vier Bayern-Stars droht Gelbsperre im Halbfinale
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel äußerte sich Bayern-Coach Vincent Kompany nun zur Gelb-Regelung der Uefa. „Es ist schon ganz schwierig, durch diese Champions-League-Runde zu kommen ohne Sperre. Wir haben jetzt mehr Spiele und trotzdem sind es noch immer drei Gelbe Karten.“ In der laufenden Saison absolvierten die Münchener bereits elf Spiele in der Königsklasse, auf Real-Seite sogar 13.
Nach Kompany wird es vor allem den Verteidigern nicht gerecht, nach so vielen Spielen dennoch mit drei Gelben Karten gesperrt zu werden. „Wenn du als Innenverteidiger so weit kommst und du hast nur drei Gelbe Karten bekommen, dann hast du eigentlich einen ganz guten Job gemacht und trotzdem kannst du noch gesperrt werden für das Halbfinale.“
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Der Bayern-Trainer schlug daraufhin vor, dass diese Regel nach der Saison noch einmal besprochen werden solle. Auch Neuer darf sich keine Verwarnung gegen die Königlichen erlauben. Der Torhüter sah in Madrid seine zweite Gelbe Karte der laufenden Saison. Bei der dritten müsste der deutsche Rekordmeister bei einem möglichen Weiterkommen im Hinspiel auf seinen Stammtorhüter verzichten.
In der Champions League werden nämlich erst nach den Viertelfinalpartien die Gelben Karten der einzelnen Spieler gelöscht. Sollte es innerhalb dieser Spiele zu einer Sperre kommen, hat diese auch im Halbfinale noch Bestand. Mit dieser Regel will die UEFA garantieren, dass im Endspiel keine Gelbsperren zu einem Nachteil führen können. Das Halbfinale wird dabei jedoch nicht beachtet.
Mit Blick auf das Rückspiel stellt für Neuer das Problem einer Gelbsperre kein Problem dar. „Es ist immer ein bisschen im Hinterkopf, aber im Grunde zählt es wirklich, dieses Spiel zu gewinnen“, sagt der Bayern-Kapitän auf der Pressekonferenz. Für den 40-Jährigen seien zwar seine Vorderleute erfahren genug, um die Situationen richtig einschätzen und lösen zu können. Am Ende liege es aber in der Hand des Schiedsrichters, ob es zu einer dritten Gelben Karte bei den vorbelasteten Spielern kommt oder nicht. (seb)
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