FCB-Erfolgsfaktoren
Kompanys Schlüssel(begriffe) für die „Super-Bayern“ erklärt
Das Spielsystem von Coach Vincent Kompany ist in seinem zweiten Bayern-Jahr noch deutlicher zu erkennen und erfolgreicher. Dafür benützt er Schlüsselbegriffe.
München – Der FC Bayern ist mit einem Vereinsrekord - zehn Pflichtspielsiege in Serie - in die Saison gestartet, den er mit einem Triumph im deutschen Klassiker gegen Borussia Dortmund zu einem (inoffiziellen) Europarekord steigern kann. Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt die Spielphilosophie von Chefcoach Vincent Kompany, die in seinem zweiten Jahr an der Säbener Straße noch wesentlich besser greift als in seiner Debütsaison, die bereits mit einer souveränen Meisterschaft endete.
Die SportBILD berichtet nun, dass es in der Spielphilosophie des Belgiers einige Schlüsselbegriffe gibt, die seine Spieler inzwischen perfekt verinnerlicht haben. Besonders häufig fällt dabei einer: „Angles and support“ („Winkel und Unterstützung“). Dies beschreibt die Basis der Spieleröffnung: Sobald der Torwart in Ballbesitz ist, geht es um die richtige Staffelung und Anspielbarkeit der Feldspieler.
Kompanys vielfältige Prinzipien für den großen Erfolg
Die Verteidiger sollen sich dabei so positionieren, dass sie in optimalen Winkeln anspielbar sind – flach, kontrolliert und immer mit einer Lösung nach vorne. Kompany fordert dabei von allen Spielern aktive Unterstützung: Sich freilaufen, anbieten, Räume öffnen. Die Außenverteidiger sollen Chipbälle verlangen, die Stürmer lange Anspiele antizipieren. Jede Bewegung hat ihren Zweck, jeder Laufweg folgt einer klaren Regel.
Ein weiterer zentraler Begriff, den Kompany laut dem Bericht regelmäßig verwendet, ist „Switch of play“ – gemeint sind weite Seitenwechsel. Gerade gegen tief stehende Gegner sollen über Spielverlagerungen Räume geschaffen werden, um Lücken aufzureißen. Diese werden meist über die Position des Sechsers oder Achters eingeleitet. Besonders Harry Kane, der sich im Kompany-System auf diese Positionen zurückfallen lässt, hat diese Variante perfektioniert und sorgt mit präzisen Diagonalbällen immer wieder für Bewegung im Spielaufbau.
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Kompanys Prinzipien gehen aber auch weit über das Taktische hinaus. Er fordert von seinen Profis Disziplin, Pünktlichkeit und Teamwork. Dabei gelingt es ihm, mit seinem ruhigen Auftreten eine Atmosphäre des Vertrauens zu erzeugen, ein nicht unwesentlicher Beitrag zum aktuellen Erfolg. Die Spieler spüren dadurch einen riesigen Rückhalt.
Als im Sommer die Wunschtransfers von Florian Wirtz und Nick Woltemade nicht zustande kamen, kam dazu kein kritisches Wort von Kompany in der Öffentlichkeit. Stattdessen impfte er seinen verfügbaren Spielern noch mehr Selbstvertrauen ein, was diese mit erheblichen Leistungssteigerungen zurückzahlten. Serge Gnabry und Leon Goretzka fanden zu alter Stärke zurück, Konrad Laimer befindet sich in der Form seines Lebens.
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Nach dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte – zehn Siege in zehn Pflichtspielen bei 38:8 Toren – ist der deutsche Rekordmeister nicht nur in Deutschland, sondern ganz Europa die Mannschaft der Stunde. Kompanys Führungsstil überzeugt dabei nicht nur durch taktische Klarheit, sondern auch durch große Empathie. Er fordert die totale Akzeptanz seiner Spielidee, dies aber ohne Druck und Lautstärke – stattdessen mit Überzeugung und Gelassenheit. Wird daraus die ganz große Erfolgsstory à la 2013 oder 2020?
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