Saisonstart in Gefahr

Befürchtungen um BVB-Star lassen nicht nach

Emre Can leidet unter anhaltenden Adduktorenproblemen, welche aktuell sogar den Saisonstart für den Dortmunder Kapitän in Frage stellen.

Dortmund – Emre Can steht vor einer schwierigen Phase in seiner Karriere. Der 31-Jährige, der unter Trainer Niko Kovac als Führungsspieler und verlässlicher Innenverteidiger gilt, kämpft derzeit mit hartnäckigen Adduktorenproblemen. Diese Verletzungsprobleme haben seine Einsatzzeiten stark eingeschränkt und könnten dazu führen, dass er den Saisonstart verpasst.

Emre Can bleibt Kapitän des BVB.

Bereits seit April plagen Can die Adduktorenbeschwerden, die ihn dazu zwangen, wichtige Spiele zu verpassen, darunter die prestigeträchtige Klub-WM in den USA. Trotz intensiver Bemühungen um eine schnelle Genesung trainiert Can derzeit nur individuell und es ist unklar, wann er wieder vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Die Prognosen sind besorgniserregend: Sowohl das DFB-Pokal-Spiel gegen Rot-Weiß Essen am 18. August als auch das erste Bundesliga-Spiel gegen St. Pauli am 23. August könnten ohne den Kapitän stattfinden.

Can bleibt auch in der neuen Saison Kapitän bei Borussia Dortmund

Trotz dieser Herausforderungen hält Trainer Niko Kovac an Can als Kapitän fest. „Es bleibt so, wie es ist. Es gibt keine Gründe, etwas zu verändern“, erklärte Kovac kürzlich. Diese Entscheidung wird als strategischer Schachzug gesehen, um Unruhe im Team zu vermeiden. Dennoch steht Can unter Druck, da sich in seiner Abwesenheit Spieler wie Waldemar Anton und Niklas Süle in der Innenverteidigung etabliert haben. Die Konkurrenz ist stark und Can muss nicht nur um sein Comeback, sondern auch um seinen Stammplatz kämpfen.

Die Spekulationen um Can nehmen zu. Nico Schlotterbeck gilt als möglicher zukünftiger Kapitän, während ein potenzieller Abwehr-Transfer im Sommer Cans Position weiter unter Druck setzen könnte. Trotz dieser Unsicherheiten erhält Can Rückendeckung von Vereinsverantwortlichen wie Sportdirektor Sebastian Kehl und BVB-Boss Lars Ricken, die seine Bedeutung für das Team betonen. „Er ist unser Kapitän – und wohlgemerkt ein guter!“, lobte Ricken.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Die kommenden Monate werden entscheidend für Can sein. Sein Vertrag läuft 2026 aus und seine Zukunft beim BVB bleibt ungewiss. Es steht viel auf dem Spiel. Can muss nicht nur seine Fitness wiedererlangen, sondern auch seine Rolle im Team neu definieren. Der Druck ist hoch, doch die Unterstützung des Vereins könnte ihm den nötigen Rückhalt geben, um die Herausforderungen zu meistern. (hbr)

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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