„Muss sich integrieren“
Beier verweigert alle Interviews – Rückendeckung für BVB-Zugang
Maximilian Beiers Startelf-Debüt für Borussia Dortmund verläuft unglücklich. Die Verantwortlichen des BVB nehmen den Sturm-Zugang in Schutz.
Dortmund – Borussia Dortmund kam am Samstag in der Bundesliga auswärts bei Werder Bremen nicht über ein 0:0 hinaus. Maximilian Beier, der im Sommer für rund 30 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim zum BVB gewechselt war, stand dabei erstmals für seinen neuen Klub in der Startelf.
Der 21-Jährige hatte allerdings nur 15 Ballkontakte und gab keinen einzigen Torschuss ab. Nach Abpfiff verweigerte der Stürmer alle Interviews. Der Youngster ging schweigend durch die Mixed Zone und lehnte auch eine Anfrage des vereinseigenen Medienteams kopfschüttelnd ab, bevor er in der Kabine verschwand.
„Völlig normal“: Şahin fordert Geduld mit Beier
Von den Verantwortlichen des BVB gab es Rückendeckung. „Heute lag es nicht an Maxi“, sagte Trainer Nuri Şahin und betonte: „Er ist neu bei uns. Er muss sich integrieren. Die Jungs müssen ihn kennenlernen, und er muss die Jungs kennenlernen. Es ist völlig normal, dass die Prozesse noch nicht vollständig funktionieren.“
Sportdirektor Sebastian Kehl fügte an: „Er hatte ein paar gute Läufe, denke ich. Am Ende hatte er nicht den Raum oder die Situationen, um heute den Unterschied zu machen.“
Şahin mit 0:0 in Bremen unzufrieden – Kader zu klein?
Mit dem Spiel in Dortmund zeigte sich Şahin indes unzufrieden. „Als Borussia Dortmund müssen wir anders auftreten, auch wenn die Mannschaft Veränderungen hatte und einen neuen Trainer hat“, sagte der 35-Jährige. „Für uns ist dieser Punkt heute natürlich viel zu wenig“, so der BVB-Coach am Samstag.
Den Kader erachtet Şahin derweil als gut genug besetzt. „Wir haben viele Spieler, die variabel einsetzbar sind“, sagte er. „Ich sehe uns sehr gut gerüstet und arbeite auch sehr gerne mit einem kleineren Kader zusammen.“
An wem sich der BVB bei dieser Planung orientiert, verriet Geschäftsführer Lars Ricken: „Wir vergleichen so etwas selbstverständlich auch international“, sagte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Mit Klubs wie Barcelona oder Benfica, „die es immer wieder schaffen, für einen Mix aus arrivierten Kräften und vielen sehr jungen Profis zu stehen, die die Zukunft prägen können und für den Club Werte schaffen.“
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