Offensichtlicher Plan

Wieder Angst vor „La Bestia Negra“? Spanische Störmanöver gegen den FC Bayern

Vor den CL-Duellen zwischen dem FC Bayern und Real Madrid berichten spanische Medien von einem Mega-Angebot der Königlichen für Michael Olise. Ein Kommentar.

Unmittelbar vor den Viertelfinal-Duellen in der Königsklasse soll der FC Bayern von seinem Gegner aus Madrid mit einer spektakulären Transfer-Offensive konfrontiert werden. Dies berichten zumindest spanische Medien: Demnach bereiten die Real-Verantwortlichen ein schier unglaubliches Angebot für Michael Olise vor, mit welchem sie den Vereinsrekord-Transfer pulverisieren würden.

Gruß nach Madrid: Das Banner des FCB-Fanclubs „La Bestia Negra“ in der Allianz Arena.

Die anstehenden CL-Klassiker zwischen dem Rekordsieger und dem deutschen Rekordmeister bestimmen seit Tagen die Sport-Gazetten. Es geht dabei hauptsächlich um die sportliche Seite: die Historie zwischen den beiden europäischen Giganten, aber auch die aktuelle Form. In Spanien hat man in den vergangenen Wochen einen Nebenschauplatz eröffnet. Permanent kursieren auf der iberischen Halbinsel Gerüchte über ein angeblich riesiges Interesse von Real Madrid an Michael Olise, dem Top-Assist-Geber des FC Bayern – in dieser Disziplin in der laufenden Spielzeit Europas Bester.

Wirft Real Madrid für Olise seine bewährte Strategie über Bord?

Aktuell legt das Portal Fichajes nach, und will in dieser Causa wissen, dass der französische Nationalspieler ganz oben auf der Wunschliste der Königlichen stehen soll. Demnach soll Real Madrid ein erstes Angebot in Höhe von rund 200 Millionen Euro vorbereiten – eine Summe, die den Vereinsrekord der spanischen Hauptstädter bei weitem überbieten würde: Im Sommer 2023 wurden für den Engländer Jude Bellingham stolze 127 Millionen Euro nach Dortmund überwiesen.

Die Madrilenen sollen nun bereit sein, diesen Bestwert für Olise zu pulverisieren. Dies erscheint besonders vor dem Hintergrund erstaunlich, dass seit einiger Zeit bekannt ist, dass auch die Kassen bei Real nicht mehr so prall gefüllt sind. So konzentrieren sich die Verantwortlichen dort seit einigen Jahren vermehrt auf ablösefreie Toptransfers: Auf diese Weise wechselten David Alaba (2021), Antonio Rüdiger (2022), Kylian Mbappé (2024) und im letzten Sommer Trent Alexander-Arnold zum 15-fachen CL-Sieger.

Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid

Real Madrid und der FC Bayern zählen zu den größten Klubs aller Zeiten. Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt weit zurück. Im Europapokal der Landesmeister 75/76 trafen beide Klubs im Halbfinale aufeinander.
Nach einem 1:1 im Hinspiel konnten die Bayern das Rückspiel im Olympiastadion durch einen Doppelpack von Gerd Müller mit 2:0 für sich entscheiden. Am Ende konten die Münchner auch den Henkelpott bejubeln.
Auch in den 80ern trafen beide Teams aufeinander. In der Saison 86/87 setzten sich die Bayern wieder durch, 87/88 konnten die Madrilenen den Rekordmeister erstmals herauskegeln.
Erst im Jahr 2000 sahen sich beide Teams wieder – und das ganze viermal. Denn damals gab es in der Champions League noch eine Zwischenrunde, bei der beide Teams aufeinandertrafen. Dort triumphierten die Bayern klar und deutlich, doch im Halbfinale flog man gegen Anelka und Co. unglücklich raus. Die Madrilenen setzten sich am Ende auch die Krone auf.
Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid

Beim FC Bayern reagiert man auf die seit Wochen wiederkehrenden Gerüchte äußerst gelassen. Die Bosse haben zuletzt mehrfach betont, dass ein Verkauf des Offensivstars kein Thema ist. „Daran verschwenden wir keinen Gedanken“, so Sportvorstand Max Eberl jüngst gegenüber Sport BILD. Dabei betonte der 52-Jährige unmissverständlich, dass Olise ein zentraler Bestandteil der Zukunftsplanung an der Säbener Straße sei. Auch FCB-CEO Jan-Christian Dreesen fand deutliche Worte: „Wer beim FC Bayern spielt, weiß, was er am FC Bayern hat.“

Es gibt nicht die geringsten Zweifel daran, dass man in München nicht ansatzweise dazu bereit ist, über Olise zu verhandeln – wohl nicht einmal für eine Weltrekordsumme. Dieser Bestwert wurde 2017 beim Wechsel von Neymar Jr. vom FC Barcelona zu PSG aufgestellt. Für unglaubliche 222 Millionen Euro ging der Brasilianer damals nach Paris.

Nicht klar ist, ob an der Avenida de Concha Espina tatsächlich eine derartige Offerte vorbereitet wird, oder ob dies die spektakuläre Story eines fantasievollen Journalisten ist. Zahlreiche Medienvertreter arbeiten in Spanien ihren „Lieblingsvereinen“ zu – das ist vor allem in Madrid und Barcelona zu beobachten.

Der durchsichtige madrilenische Plan

Der Zeitpunkt dieser Gerüchte sollte aber definitiv auf ein gewolltes Stör-Manöver gegen den CL-Kontrahenten aus München hindeuten. Dass dies bei den sonst so siegessicheren Madrilenen überhaupt nötig ist, beweist aber auch eines: Im Frühjahr 2026 ist die Angst vor der früheren „Bestia Negra“ aus Bayern wieder existent. Und die Spieler des FC Bayern, allen voran Michael Olise, sollten heute Abend im Estadio Santiago de Bernabéu alles daran setzen, dass diese „Bestia Negra“ in den spanischen Sportnachrichten nach der Partie auch offiziell wieder auferstanden ist.

Rubriklistenbild: © imago sportfotodienst

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