Vertrag läuft 2026 aus

Brandt-Verlängerung laut BVB-Boss Ricken unter einer Bedingung möglich

Borussia Dortmund sah Julian Brandt lange als Verkaufsobjekt an. Doch offenbar ist eine Vertragsverlängerung inzwischen mehr als nur eine Überlegung.

Dortmund – Lange Zeit galt Julian Brandt bei Borussia Dortmund als Verkaufskandidat für die aktuelle Transferperiode. Frühzeitig hatten sich allerdings alle Parteien darauf festgelegt, dass man in die siebte gemeinsame Saison geht, obwohl Brandts Vertrag 2026 ausläuft. Wie es darüber hinaus weitergeht, ist bislang unklar, doch BVB-Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hat gegenüber Sky jetzt erneut die Tür für eine Verlängerung geöffnet.

Julian Brandt steht noch bis 2026 beim BVB unter Vertrag.

„Wir schauen, wie die Saison verläuft. Er kämpft sich aus seinem Tief heraus, ich kann mir auch eine Vertragsverlängerung vorstellen, wenn die Leistung stimmt“, sagte er in der Sendung Sky90. Bereits vor einigen Wochen hatte Ricken sich positiv zu dem Vize-Kapitän geäußert und betont: „Wir honorieren schon, dass er sich nach einer nicht so guten Phase zurückgekämpft hat. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir unser Minimalziel noch erreicht haben.“

BVB nimmt Julian Brandt in die Pflicht

Damals berichteten die Ruhr Nachrichten, dass sich die Spielerseite und der Verein zum Ende des Jahres zusammensetzen und über eine Verlängerung sprechen wollen – sofern Brandt bis dahin konstant gute Leistungen gezeigt hat. Beim Bundesliga-Auftakt gegen den FC St. Pauli (3:3) legte der 29-Jährige jedenfalls einen guten Start hin.

Zwar wurde Brandt erst zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt, allerdings sorgte er mit einem sehenswerten Treffer für die zwischenzeitliche 3:1-Führung. Dass der BVB diese dann noch verspielte und am Ende nicht über ein Unentschieden hinauskam, lag nicht am 48-fachen deutschen Nationalspieler. Dass Brandt zunächst auf der Bank Platz nimmt, war wohl zudem mit Niko Kovač abgesprochen.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der BVB-Trainer begründete die Joker-Rolle nach der Partie. „Ich habe mit ihm gesprochen. Jule ist ein wichtiger Mann. Wir brauchten auch jemanden von der Bank, weil wir haben im Moment nicht so die Unterschiedsspieler auf der Bank. Unterm Strich haben wir dann alles richtig gemacht, in dem wir Jule gebracht haben, der dann das super Tor schießt.“ Ein weiterer Beweis dafür, dass Kovač seinem Vize-Kapitän vertraut.

Kovac stellt Brandt auf eine Stufe mit Musiala und Wirtz

Der Deutsch-Kroate macht kein Geheimnis aus seinem Faible für den Offensivstar, der für ihn zu den „Top 3 der Bundesliga“ gehört. „Wenn er das spielt, was er kann, dann schießt er Tore und bereitet noch mehr Tore vor. Dann ist Jule von seinem Wert her für uns der Wirtz, dann ist er der Musiala“, verglich Kovac Brandt in der Vergangenheit bereits mit den zwei aktuell wohl größten deutschen Stars. Jetzt liegt es an Brandt, das Vertrauen zurückzuzahlen. (dwe)

Rubriklistenbild: © IMAGO/OLE JACOBSEN

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