Transfer-Stopp an der Säbener Straße

Brazzo-Vergangenheit beim FC Bayern fällt Max Eberl jetzt auf die Füße

Der FC Bayern will seinen Kader für die kommende Saison deutlich verändern. Das geht aber nicht so einfach. Mit ein Grund dafür: Hasan Salihamidžić.

München – Eigentlich hatte Max Eberl in diesem Transfer-Sommer richtig große Pläne mit dem FC Bayern.

Tatsächlich hat der Sportvorstand des Rekordmeisters diese noch immer. Allerdings gestaltete sich die Umsetzung von Eberls Ideen nicht so ganz einfach. Was genau das Problem dabei ist, das brachte Uli Hoeneß kürzlich zur Sprache.

Die Angst, dass die Bayern-Mannschaft zukünftig mit dem Gelenkbus zum Trainings fahren muss, war beim Bayern-Patron allgegenwärtig. Daher gab‘s von oberster Stelle einen Transfer-Stopp!

Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars

Manuel Neuer hat seinen Vertrag beim FC Bayern nun noch einmal verlängert und wird daher bis mindestens 2025 den Kasten des Rekordmeisters hüten.
Jonas Urbig kam im Januar 2025 vom 1. FC Köln in die bayerische Landeshauptstadt, sein Vertrag läuft bis Sommer 2029.
Sven Ulreich hat ein Arbeitspapier beim FC Bayern bis 2025.
Daniel Peretz bei seiner Bayern-Vorstellung
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Transfer-Stopp beim FC Bayern: Eberl-Plan geht nicht auf

„Der Max Eberl und der Christoph Freund wissen ganz genau, dass nur dann weitere neue Spieler zum FC Bayern kommen können, wenn der eine oder andere prominente Abgang verzeichnet wird. Wir haben beim FC Bayern keinen Geldscheißer“, so Hoeneß.

Da hatten Eberl und Freund andere Ideen. Dani Olmo, Xavi Simons oder Jonathan Tah hätte noch gerne kommen sollen. Werden sie aber vorerst nicht, solange weiterhin so viele und vor allem so teure Bayern-Stars auf der Gehaltsliste der Münchner stehen.

Matthijs de Ligt hätte zu Manchester United gehen sollen. Noussair Mazraoui zu West Ham nach London. Beide Transfer platzen. Serge Gnabry oder Leon Goretzka haben bislang noch überhaupt keine Interessenten aus dem Loch gelockt – und so bleiben die Bosse auf ihren Spielern sitzen.

Hasan Salihamidžić und Uli Hoeneß im Gespräch. Max Eberl schaut etwas kritisch.

Brazzo-Vergangenheit beim FC Bayern fällt Max Eberl jetzt auf die Füße

Zwar ist das Transferfenster noch genau einen Monat geöffnet (bis 30. August). Aber derzeit sieht es nicht danach aus, als gäbe es einen Markt für die Spieler, die man an der Säbener Straße gerne abgeben will. Mitverantwortlich dafür? Hasan Salihamidžić.

Der Ex-Sportvorstand stattete die Stars mit teils übertriebenen Verträgen aus. Selbst wenn Top-Klubs nun Interesse an Goretzka, Coman und Co. hätten, sie würden nicht die Gehälter zahlen wollen – und können! Bis zu 18 Millionen brutto soll der eine oder andere Star in München kassieren. Das zahlt nicht einmal Real Madrid.

Das Gehaltsgefüge des Bayern-Kaders sprengte einst die Verpflichtung von Lucas Hernández, der für 80 Millionen von Atlético Madrid nach München kam und dort sofort zum Spitzenverdiener aufstieg. Dies hatte dann zur Folge, dass Vereinsikone David Alaba letztlich den Verein verließ und zu den Königlichen wechselte.

Keine Transfers möglich: Teure Bayern-Stars machen Eberl und Freund das Leben schwer

Im Zuge dessen stiegen die Gehälter bei den Bayern-Stars in den folgenden Jahren exorbitant an. Klar, dass die Stars keinen Abschied anstreben, wenn sie noch laufende und gut dotierte Verträge haben. Doch dadurch machen sie nun Eberl und Freund in Sachen Kaderplanung das Leben schwer.

Man darf gespannt sein, welche Lösungen die beiden in den kommenden vier Wochen finden werden. Denn eins steht in jedem Fall fest: Einen Gelenkbus wird‘s beim FC Bayern nicht geben. Dafür wird Uli Hoeneß höchstpersönlich sorgen. (smk)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Sven Simon

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