Irre Zahlen

Bundesliga im Transfer-Sommer abgehängt: Kurioser Fakt zeigt Probleme auf

Transferphase beendet: Bundesliga-Klubs können keine Spieler mehr verpflichten. Erstaunliche Zahlen enthüllen, warum die Liga den Anschluss verloren hat.

München – Der FC Bayern ist der Branchenprimus der Bundesliga – und doch tat sich auch der deutsche Rekordmeister in diesem Transfer-Sommer sehr schwer, Verstärkungen zu vernünftigen Preisen verpflichten zu können. Die 1. Bundesliga wurde im Sommer schier überrollt, und die kuriosen Zahlen zeigen: Dafür verantwortlich ist die Premier League.

Die Bundesliga hat keinen einfachen Transfer-Sommer hinter sich.

Betrachtet man die Transfer-Ausgaben der fünf stärksten Ligen Europas, nimmt die Bundesliga den dritten Platz ein. Eine Sky-Statistik zeigt: 851,43 Millionen Euro haben die Klubs um den FCB ausgegeben. Die Münchner sicherten sich unter anderem Luis Diaz, für den bis zu 75 Millionen durch Bonuszahlungen fällig werden können.

Bundesliga im Transfer-Sommer von Premier League abgehängt

Die La Liga hielt sich mit 682,52 Millionen vornehm zurück, in Frankreich flossen 636,51 Millionen. Der zweite Platz im Raning geht an die Serie A, in Italien kommt man auf eine Summe von 1,19 Milliarden Euro. Eine Spielklasse läuft aber allen anderen den Rang ab: Die Premier League. Dort, wo das Geld bekanntlich eine eher untergeordnete Rolle spielt, sind unglaubliche 3,56 Milliarden Euro ausgegeben worden.

Kein Wunder, denn allein der Meister aus Liverpool sorgte mit etlichen Millionen-Transfers für Aufsehen. Zuletzt holten die Reds für knapp 150 Millionen Euro den Ex-Dortmunder Alexander Isak, der damit zum Rekord-Transfer der Premier League aufstieg. Florian Wirtz ließ sich der Titelverteidiger 125 Millionen kosten.

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483 Millionen gab Liverpool in diesem Sommer aus. Wie unfassbar die Zahlen sind, macht ein Vergleich deutlich. Vor Saisonbeginn 2023 ließen die 20 englischen Erstligisten „nur“ 2,94 Milliarden springen, jetzt schrauben sie die Zahl noch einmal weiter nach oben. Der FC Bayern half übrigens kräftig dabei mit, dass die PL unangefochten an der Spitze steht.

Mathys Tel ging für 35 Millionen zu Tottenham, Everton zahlte für Adam Aznou neun Millionen. Jonah Kusi-Asare wurde für eine Gebühr von vier Millionen nach Fulham verliehen, bei Palhinha fließen für das Leihgeschäft mit den Spurs fünf Millionen. Und Luis Diaz sowie Nicolas Jackson, die beiden neuen Offensiven, die kommen bekanntlich auch von der Insel. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/M.i.S./Bernd Feil

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