Seit 2019 bei Borussia Dortmund

BVB-Abgang endlich nah? Millionen-Transfer als potnzieller Türöffner

Seit Wochen wird über einen Abschied von Giovanni Reyna vom BVB spekuliert. Ein anderer Transfer könnte den Stein jetzt ins Rollen bringen.

Dortmund – Das Abwarten von Borussia Dortmund auf dem Transfermarkt sorgt in weiten Teilen des Fanlagers für Unmut. Es fehlen Neuzugänge. Bei den Abgängen haben die sportlichen Verantwortlichen Lars Ricken und Sebastian Kehl hingegen bislang gute Ergebnisse vorzuweisen. Mit dem Abgang von Giovanni Reyna könnte nun schon bald der nächste Transfer Millionen in die BVB-Kassen spülen. Der entscheidende Dominostein scheint gefallen.

Giovanni Reyna wartet auf seinen Abgang von Borussia Dortmund.

Der italienische Erstligist Parma ist bereits seit mehreren Wochen mit dem Offensivmann einig. Lediglich die Verhandlungen mit Borussia Dortmund bezüglich der Ablösesumme führten bislang zu keinem Ergebnis. Das könnte sich jetzt ändern. Denn Parmas Abwehrtoptalent Giovanni Leoni steht wohl vor einem Wechsel zum FC Liverpool. Der 18-Jährige wird laut übereinstimmenden Berichten für 35 Millionen auf die Insel transferiert. Das gibt Parma mehr finanzielle Möglichkeiten.

Abgang von Reyna würde die Transfereinnahmen des BVB weiter erhöhen

Die Gazzetta di Parma hatte Anfang August noch berichtet, dass der Deal zwischen dem BVB und Parma Calcio aufgrund einer Diskrepanz von zwei Millionen Euro platzen könnte. Borussia Dortmund verlangt demnach zehn Millionen Euro, Parma bietet bislang nur zwei Millionen. Die bevorstehenden Einnahmen durch den Leoni-Verkauf könnten diese Lücke nun schließen. Da der Saisonstart vor der Tür steht, könnte es nun schnell zu einer Einigung und einem raschen Abgang von Gio Reyna kommen.

Für die Schwarz-Gelben würden sich die Transfereinnahmen somit auf 78,5 Millionen Euro hochschrauben. Zuvor verließ Jamie Gittens den BVB für 56 Millionen Euro zum FC Chelsea, Abwehrmann Soumaila Coulibaly ging für 7,5 Millionen nach Straßburg und Youssoufa Moukoko schloss sich für fünf Millionen dem FC Kopenhagen an.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Trotz der gelungenen Verhandlungen bezüglich der Abgänge müssen die Fans des BVB weiter auf Neuzugänge warten. Im Werben um Facundo Buonanotte haben die Dortmunder indes Konkurrenz aus der Bundesliga bekommen, die eine Verpflichtung verkomplizieren könnte. Das nötige Kleingeld besitzen Schwarz-Gelben dennoch. (jsk)

Rubriklistenbild: © Imago/Kara

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