Großeinkauf bei den Blues?

BVB beobachtet nach Wunschspieler offenbar weiteres Trio des FC Chelsea

Borussia Dortmund plant seinen Kader für die kommende Saison. Neben Chukwuemeka haben die Dortmunder offenbar drei weitere Chelsea-Spieler im Visier.

Dortmund – Die Transferbeziehungen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Chelsea sind in den letzten Jahren intensiver geworden. Jüngste Transfers haben gezeigt, dass beide Vereine bereit sind, große Geschäfte miteinander zu machen. Aktuell steht Carney Chukwuemeka im Mittelpunkt der Verhandlungen. Der talentierte Mittelfeldspieler steht kurz vor einem Wechsel zum BVB, nachdem sich die Vereine auf eine Ablösesumme von knapp 29 Millionen Euro geeinigt haben. Zuvor wechselte bereits Jamie Gittens in die andere Richtung.

Sebastian Kehl feilt am neuen BVB-Kader.

Neben Chukwuemeka hat Borussia Dortmund auch ein Auge auf weitere Chelsea-Spieler geworfen: Tyrique George, Renato Veiga und Axel Disasi. Borussia Dortmund hat ein klares sportliches Konzept, das auf junge, talentierte Spieler setzt, die sich an der Seite von erfahrenen Profis weiterentwickeln können. Die genannten Chelsea-Spieler passen perfekt in dieses Schema. Ihre Verpflichtung könnte den Kader der Dortmunder verstärken und die Konkurrenzfähigkeit des Vereins in der Bundesliga und auf europäischer Ebene erhöhen. Doch Dortmund ist nicht allein im Rennen – andere europäische Spitzenklubs haben ebenfalls Interesse an den Profis bekundet.

George, Veiga, Disasi: BVB zeigt Interesse an Chelsea-Trio

Tyrique George, ein vielversprechender Stürmer aus der Chelsea-Jugend, hat bereits 26 Einsätze für die Profis absolviert und dabei drei Tore erzielt. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, doch die Konkurrenz in der Bundesliga, darunter RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach, macht das Rennen um den 19-Jährigen spannend. George sucht nach mehr Spielzeit und könnte in Dortmund eine neue Heimat finden.

Renato Veiga, ein 22-jähriger Innenverteidiger, ist ebenfalls im Visier des BVB. Der portugiesische Nationalspieler, der derzeit an Juventus Turin ausgeliehen ist, hat einen Vertrag bei Chelsea bis 2031. Eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro steht im Raum. Auch der FC Bayern München und Atlético Madrid zeigen Interesse an Veiga, was die Verhandlungen für Dortmund nicht einfacher macht. Bereits im Winter bemühte man sich in Dortmund um den Spieler, blitzte mit einem Leihangebot jedoch beim FC Chelsea ab.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Axel Disasi, ein erfahrener Abwehrspieler, könnte ebenfalls Teil des BVB-Kaders werden. Der 27-Jährige kehrte kürzlich von einer Leihe zu Aston Villa zurück und Chelsea ist bereit, ihn abzugeben. Sein Vertrag läuft bis 2029, was den Transfer jedoch kompliziert gestaltet. Disasi könnte mit seiner Erfahrung die Dortmunder Defensive stärken.

Der FC Chelsea ist bekannt für seine aggressive Transferpolitik und seine „Loan Army“, bei der zahlreiche Talente weltweit verliehen werden. Diese Strategie ermöglicht es Chelsea, Spieler zu entwickeln und gleichzeitig Einnahmen zu generieren. In den aktuellen Verhandlungen mit Borussia Dortmund könnte diese Strategie von Vorteil sein, da sie den Blues Flexibilität bei der Abgabe von Spielern bietet. Die Zukunft der beteiligten Spieler bleibt jedoch ungewiss, ihre weiteren Karrieren hängen von den Entscheidungen der Vereine ab. (hbr)

Rubriklistenbild: © HMB-Media/Imago

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