Streit mit Sebastian Kehl?
BVB-Chef Ricken reagiert auf Katakomben-Ärger um Jobe Bellingham
Nach seinem Bundesliga-Debüt entsteht in den Katakomben eine hitzige Diskussion um Jobe Bellingham. Nun meldet sich BVB-Boss Lars Ricken zu Wort.
Dortmund – Bei Borussia Dortmund herrscht nach dem verpatzten Bundesliga-Auftakt gegen den FC St. Pauli (3:3) nicht nur wegen der verspielten 3:1-Führung Unruhe. Nach der Partie kam es laut Sky in den Katakomben zu einer hitzigen Diskussion zwischen BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl und Mark Bellingham, dem Vater und Berater von Jobe Bellingham.
Bellingham Senior soll nicht zufrieden damit gewesen sein, dass sein Sohn von Niko Kovač bereits zur Halbzeit ausgewechselt worden war – der schwache BVB-Auftritt kam noch erschwerend hinzu. Mit etwas Abstand hat sich Sport-Geschäftsführer Lars Ricken jetzt zu dem Vorfall geäußert. Gegenüber Sky verweist er darauf, dass man Jobe unter anderem deshalb bekommen hat, „weil wir wirklich über Jahre ein Vertrauensverhältnis mit den Eltern aufgebaut haben.“
BVB-Boss spielt Katakomben-Ärger um Bellingham herunter
„Jetzt ist die Familie extra eingeflogen zum ersten Bundesligaspiel ihres Sohnes und wollten Jobe nach dem Spiel dann auch treffen und haben dann im Gang zur Kabine gestanden und dann auch emotional mit Sebastian geredet, was aber aufgrund dieses Verhältnisses überhaupt kein Problem ist“, ordnet der BVB-Boss ein. Also offenbar alles halb so wild, wenngleich Ricken Maßnahmen ankündigt, um einen erneuten Vorfall dieser Art zu vermeiden.
„Wir werden künftig darauf achten, dass zum Bereich um die Kabine Spieler, Trainer und irgendwelche Funktionäre Zutritt haben, dass wir gar nicht mehr in Bredouille kommen, solche Nachrichten zu kommentieren“, sagt Ricken, dessen abschließendes Fazit lautet: „Heute ist schon wieder alles geklärt – kein Drama.“
Zuvor bezog bereits Sportdirektor Kehl Stellung: „Wir sind alle enttäuscht über das Ergebnis gestern. Und trotzdem ist und bleibt der Aktivenbereich bei uns Spielern, Trainern und Verantwortlichen vorbehalten, nicht Familien und Beratern.“ Auch der 45-Jährige kündigte an: „Das wird es nicht noch einmal geben. Darüber haben wir alle Beteiligten klar informiert.“ Jetzt gilt es für Bellingham, mit sportlichen Leistungen für Schlagzeilen zu sorgen. (dwe)
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