Vier Transfer-Kandidaten

BVB fahndet nach Süle-Ersatz: Real-Juwel und Chelsea-Star als Optionen

Borussia Dortmund gerät durch Süles Ausfall in Bedrängnis. Der Verein hat mittlerweile vier potenzielle Transfer-Kandidaten ins Auge gefasst.

Dortmund – Während Sebastian Kehl nicht müde wird zu betonen, wie hitzig es aktuell auf dem Transfermarkt zugeht und dass man seine Aufgaben in Ruhe erledigen wolle, werden die Sorgen bei Borussia Dortmund immer größer. Die Verletzung von Niklas Süle hat den BVB eiskalt erwischt und reißt eine riesige Lücke in die Defensive der Westfalen. Bis zu acht Wochen fällt der Innenverteidiger mit einer Muskelverletzung aus.

Sebastian Kehl ist auf der Suche nach einem Ersatz für Niklas Süle.

Zunächst war noch unklar, ob der BVB den Ausfall intern kompensieren möchte oder sich doch extern verstärkt, doch inzwischen scheint klar zu sein, dass Ersatz verpflichtet werden soll. Immerhin stehen Niko Kovač mit Waldemar Anton und Filippo Mane, der noch kein Pflichtspiel für den BVB bestritten hat, aktuell nur zwei etatmäßige Innenverteidiger zur Verfügung. Als Süle-Ersatz hat der BVB aktuell offenbar vier mögliche Kandidaten im Visier.

Süle-Ersatz gesucht: BVB hat vier Transfer-Kandidaten

Der namhafteste Kandidat ist Renato Veiga, der seit 2024 für den FC Chelsea spielt und die Blues damals 14 Millionen Euro gekostet hat. In den Planungen der Londoner spielt Veiga keine Rolle mehr, schon die vergangene Rückrunde war er an Juventus Turin verliehen. Der Portugiese war bereits im vergangenen Sommer Thema beim BVB, entschied sich damals aber für einen Verbleib an der Stamford Bridge.

Zwei eher unbekannte Optionen sind laut Bild Eivind Helland vom SK Brann und Juan Gimenez von Rosario Central. Mit 20 und 19 Jahren sind die beiden noch sehr unerfahren und haben noch nie für einen Top-Klub wie den BVB gespielt. Dennoch ist ihr Talent unbestritten vorhanden – doch ob das dem BVB ausreicht, um Süle kurzfristig zu ersetzen?

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

In jedem Fall wären beide vergleichsweise günstig: Helland soll etwa 3,5 Millionen Euro kosten, Gimenez zwischen fünf und acht Millionen Euro. Der letzte und gleichzeitig jüngste auf der Liste ist dem Bericht zufolge Diego Aguado von Real Madrid. Der 18-Jährige befindet sich wohl schon länger im Visier der Borussia und könnte jetzt ernsthaft zum Thema werden. Bei Real scheint die Konkurrenz zu groß für ihn zu sein, ein Wechsel wäre somit wohl möglich.

Allerdings will Real seinen Youngster nicht umsonst abgeben. Die Königlichen sollen Aguado mit einem Preisschild von rund zehn Millionen Euro versehen haben. Auch bei dem Spanier stellt sich allerdings die Frage, ob er für den BVB eine Soforthilfe darstellen würde. Klar scheint derweil: Der BVB wird noch etwas in der Innenverteidigung tun. (dwe)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Team 2 / Kirchner-Media

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