Youngster kommt aus England

BVB schließt Transfer des nächsten Neuzugangs ab

Borussia Dortmund hat die nächste Kaderverstärkung abgeschlossen. Der neue Mann für die Defensive stammt aus der Premier League.

Dortmund – Wenige Tage nach dem verkorksten ersten Bundesliga-Spieltag (3:3 gegen St. Pauli) hat Borussia Dortmund auf dem Transfermarkt reagiert und den nächsten Neuzugang perfekt gemacht. Am Mittwochvormittag verkündete der BVB die Verpflichtung von Aaron Anselmino, der auf Leihbasis vom FC Chelsea kommt und für eine Saison bleiben wird.

Der BVB leiht Aaron Anselmino vom FC Chelsea aus.

Der neue Mann erhält beim BVB die Rückennummer 28 und könnte schon am kommenden Wochenende im Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin in Schwarz-Gelb debütieren, nachdem er bereits am Dienstag den obligatorischen Medizincheck hinter sich gebracht hatte. „Ich freue mich riesig auf Borussia Dortmund und werde alles geben, um mit diesem großen Verein und seinen tollen Fans erfolgreich zu sein“, sagte der junge Argentinier.

BVB leiht Argentinien-Juwel Anselmino vom FC Chelsea

„Durch die Verletzungen von Emre Can, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle waren wir gezwungen, auf der Innenverteidiger-Position nachzujustieren. Aaron Anselmino hat in seinem Heimatland bereits Erstliga-Erfahrung gesammelt und verfügt über großes Potenzial. Der FC Chelsea hat ihn im vergangenen Sommer nicht von ungefähr mit einem extrem langfristigen Vertrag ausgestattet“, wird Borussia-Geschäftsführer Lars Ricken in einer offiziellen Mitteilung zitiert.

Sportdirektor Sebastian Kehl sagte, Anselmino sei ein „talentierter Spieler, der seine Qualität schon in jungen Jahren in sehr emotionalen Stadien nachgewiesen hat. Wir werden ihn nun schnell integrieren, weil wir ihn sofort benötigen und freuen uns, Aaron in dieser Saison im schwarzgelben Trikot zu sehen.“ Man habe den Innenverteidiger schon in seiner Jugend beobachtet.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der FC Chelsea hatte Anselmino im Sommer 2024 für 16,5 Millionen Euro von dessen Ausbildungsverein Boca Juniors losgeeist. Im Anschluss wurde der Nachwuchsspieler für eine halbe Saison zurück zu den Juniors verliehen, ehe er Anfang 2025 zum Chelsea-Kader stieß. Wegen einer Oberschenkelverletzung musste er allerdings für weite Teile der Rückrunde passen und kam erst bei der Klub-Weltmeisterschaft zu seinem ersten Kurzeinsatz für die „Blues“.

Für den BVB ist Anselmino die zweite Verpflichtung binnen kürzester Zeit. Gerade erst hatten die Westfalen den Transfer von Carney Chukwuemeka verkündet. Der Mittelfeldspieler kam ebenfalls vom FC Chelsea und unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis 2030. Der 21-Jährige, der rund 25 Millionen Euro kostete, war zuvor bereits an den BVB ausgeliehen gewesen. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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