Aufatmen bei Kovac

BVB-Star steht vor langersehntem Comeback: Geht es jetzt schnell?

Lange musste ein BVB-Leistungsträger aufgrund einer Verletzung nur zusehen. Jetzt steht das langersehnte Comeback aber direkt bevor.

Dortmund – Gute Nachrichten für Fans von Borussia Dortmund: Defensiv-Star Nico Schlotterbeck steht unmittelbar vor seiner Rückkehr in den Kader des BVB. Chefcoach Niko Kovac bestätigte am Freitagnachmittag, dass der deutsche Nationalspieler schon für die Partie gegen den VfL Wolfsburg am Sonntagabend (19.30 Uhr, alle TV-Infos hier) eine Option sein könnte.

Nico Schlotterbeck (v.) wird wohl schon bald wieder für den BVB auf den Rasen treten.

Kovac bestätigte: „Schlotti hat wieder voll trainiert. Je nachdem, wie er sich am Samstag fühlt, ist er eine Option für den Kader.“ Für den Kroaten ist die Rückkehr seines Leistungsträgers zum aktuellen Zeitpunkt besonders wichtig, weil die BVB-Defensive derzeit so dünn besetzt ist wie lange nicht mehr. Emre Can und Niklas Süle werden schließlich noch länger ausfallen, Neuzugang Aaron Anselmino ist nach Krankheit noch nicht wieder voll fit.

BVB-Star Nico Schlotterbeck steht kurz vor seinem Comeback

Schlotterbeck könnte also schon am kommenden Wochenende seine fast halbjährige Leidenszeit offiziell hinter sich bringen. Der Innenverteidiger hatte sich Ende April im Training eine Meniskusverletzung zugezogen, wegen der er operiert werden musste. Dadurch verpasste er nicht nur den Rest der vergangenen Saison, sondern auch die Klub-WM, die gesamte Vorbereitung und die ersten Wochen der neuen Spielzeit.

Erst während der abgelaufenen Länderspielpause war Schlotterbeck überhaupt wieder ins Training eingestiegen. Zunächst individuell, dann behutsam mit der Mannschaft und inzwischen wieder ganz wie früher. Der 25-Jährige dürfte nun seinem ersten Einsatz seit dem 3:1-Erfolg des BVB gegen Mainz 05 in der Bundesliga Ende März dieses Jahres entgegenfiebern.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

In Abwesenheit von Schlotterbeck gelang den Schwarzgelben ein durchaus erfolgreicher Start in die neue Spielzeit. In der Bundesliga stehen nach drei Spieltagen sieben Punkte zu Buche. Im Pokal gab es einen Auftaktsieg gegen Rot-Weiss Essen. In der Champions League begann der BVB unter der Woche mit einem wilden 4:4 gegen Juventus Turin. Mit Schlotterbeck soll die Abwehrlinie nun noch einmal solider werden. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO

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