Was bedeutet das für Watzke?
BVB-Vorstand fällt wichtige Entscheidung vor bedeutender Wahl
Borussia Dortmund organisiert seine Mitgliederversammlungen künftig in hybrider Form. Dies könnte für Hans-Joachim Watzke vorteilhaft sein.
Dortmund – Der drohende Machtkampf bei Borussia Dortmund mit Blick auf die anstehende Präsidentschaftswahl hat eine möglicherweise entscheidende Wendung genommen – zum Vorteil von Herausforderer Hans-Joachim Watzke? Laut der Funke-Mediengruppe und den Ruhr Nachrichten findet die für November angekündigte Mitgliederversammlung in hybrider Form statt und ermöglicht es Mitgliedern, die nicht vor Ort sind, online abzustimmen.
BVB trifft richtungsweisende Entscheidung vor Präsidentschaftswahl
Dies könnte zum entscheidenden Vorteil für Watzke werden, der Berichten zufolge große Teile der aktiven Fanszene auf seiner Seite hat. Ohnehin wird vermutet, dass der bisherige Geschäftsführer, der sich im Herbst vollständig aus dem operativen Geschäft zurückziehen möchte, unter den knapp 230.000 Mitgliedern mehr Anhänger hat als der bisherige BVB-Präsident Reinhold Lunow.
Ursprünglich sah der Plan vor, dass Lunow sich nach drei Jahren im Amt zurückzieht und seinem Freund Watzke das Feld nach dessen Austritt aus der BVB-Geschäftsführung überlässt. Doch vor wenigen Wochen folgte der plötzliche Sinneswandel bei Lunow: Er will doch im Amt bleiben und tritt zur Wiederwahl an.
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BVB-Präsident Lunow reagiert auf Hybrid-Wahl
Auf X schrieb Lunow nun zu der Hybrid-Wahl: „Der Vorstand hat heute beschlossen, die Mitgliederversammlung 2025 im hybriden Format abzuhalten. Diesen Schritt hin zu mehr Mitgliederbeteiligung habe ich ausdrücklich unterstützt.“ Jedoch hätte er nach eigener Aussage im Vorfeld gerne ein „Meinungsbild unserer Mitglieder mit einer digitalen Befragung eingeholt. Dieser Vorschlag fand im Vorstand leider keine Mehrheit“, so Lunow, der bereits seit 2005 in unterschiedlichen Funktionen beim BVB tätig ist.
Noch ist nicht beschlossen, ob Watzke tatsächlich zur Wahl antritt. In den kommenden Wochen will der 66-Jährige diesbezüglich eine Entscheidung treffen. Sollte er den Machtkampf mit Lunow nicht annehmen, würde das nach 24 Jahren sein Aus beim BVB bedeuten. Die Umstrukturierung im Vorstand fand schon im vergangenen Sommer mit der Ernennung von Lars Ricken zum Sport-Geschäftsführer statt. (dwe)
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