Trotz Prognose vom Transferexperten

BVB-Wunschspieler ist sich angeblich mit anderem Verein einig

Von der Premier League in die Bundesliga? Ein Transfer-Guru sah den Transfer als vorgezeichnet, nun scheinen sich die Vorzeichen geändert zu haben.

Dortmund – Borussia Dortmund muss einen wohl einen endgültigen Rückschlag im Transferpoker um Facundo Buonanotte verkraften. Der 20-jährige argentinische Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion hat sich scheinbar gegen einen Wechsel zum BVB entschieden. Wie die französische Sportzeitung L‘Équipe berichtet, konnte Olympique Lyon den Offensivspieler von einem Transfer nach Frankreich überzeugen.

Facundo Buonanotte wird hier von Wout Faes gefeiert

Die Entscheidung kommt überraschend, da Transferexperte Fabrizio Romano noch vor wenigen Tagen den BVB als Favoriten im Wechselpoker bezeichnete. Trainer Paulo Fonseca und das Management von Lyon sollen jedoch entscheidend dazu beigetragen haben, Buonanotte umzustimmen. Der französische Klub betrachtete den Argentinier intern als Priorität auf dem Transfermarkt.

Wunschspieler Buonanotte sagt dem BVB wohl ab und steht vor Wechsel nach Lyon

Dennoch ist der Deal noch nicht vollständig abgeschlossen. Brighton bevorzugt weiterhin eine Ausleihe des Talents, idealerweise an einen Premier League-Klub. Die Engländer wollen Buonanotte eigentlich zunächst in der heimischen Liga reifen lassen, bevor sie ihn dauerhaft abgeben. Eine Kaufoption für Lyon ist bislang nicht garantiert, die Verhandlungen zwischen den Klubs dauern deshalb an.

Für den BVB fügt sich die Absage jedoch in die aktuelle Transferstrategie ein. Mit Carney Chukwuemeka steht aber immerhin ein kreativer Mittelfeldspieler vor dem Wechsel nach Dortmund. Der Chelsea-Profi soll zunächst ausgeliehen und nach sechs Monaten für rund 25 Millionen Euro fest verpflichtet werden. Zusätzlich plant Dortmund die Transfers von Aaron Anselmino und Fabio Silva.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Buonanotte war in der vergangenen Spielzeit an Leicester City verliehen und erzielte in 31 Ligaspielen für den Premier-League-Absteiger fünf Treffer. Unter Brightons Trainer, dem Deutschen Fabian Hürzeler, spielt er jedoch keine Rolle und fehlte bereits an den ersten beiden Spieltagen im Aufgebot. Allerdings lief es ohne Buonanotte nicht sonderlich gut – Brighton holte nur einen Punkt aus den Partien gegen Fulham und Everton. (rele)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Manjit Narotra

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