„So viel Stress bereitet“
Weltmeister Kramer mit klarer Ansage über umstrittene DFB-Personalie
Ein deutscher Nationalspieler spaltet auch bis kurz vor dem WM-Start der deutschen Nationalmannschaft die Gemüter. TV-Experte Christoph Kramer hat eine klare Meinung.
Deutschland hat sein erstes WM-Gruppenspiel gegen Curaçao mit 7:1 gewonnen. Leroy Sané stand in der Startelf und lieferte eine durchwachsene Leistung ab. Wenige Stunden vor dem Anpfiff hatte TV-Experte Christoph Kramer den Offensivspieler in höchsten Tönen gelobt. „Leroy Sané ist ein herausragender Spieler“, sagte Kramer. Er fügte hinzu: „Ich habe in meiner Karriere gegen keinen Spieler gespielt, der mir so viel Stress bereitet hat, wie Leroy Sané.“
Co-Experte Per Mertesacker merkte neckend an, Kramer sei doch kein Linksverteidiger gewesen. Kramer ließ das nicht gelten: „Ja gut, aber der taucht ja überall auf.“ Er nannte zwei konkrete Stärken des Flügelspielers: „Leroy Sané hat ein herausragendes Eins-gegen-eins und ist Linksfuß.“ Kramer betonte zudem, dass die DFB-Elf auf der rechten Seite zwingend einen Linksfuß für das Eins-gegen-eins brauche.
Leroy Sané: WM-Nominierung war umstritten
Sanés Aufnahme in den WM-Kader hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Der Offensivspieler hatte ein durchwachsenes erstes Jahr bei Galatasaray Istanbul erlebt. Dorthin war er im Sommer 2025 ablösefrei vom FC Bayern München gewechselt. In der Saison 2025/26 kam Sané auf 43 Spiele, erzielte sieben Tore und legte neun Treffer auf.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hielt dennoch an ihm fest. Er verzichtete stattdessen auf Flügelspieler wie Said El Mala vom 1. FC Köln und Chris Führich vom VfB Stuttgart. Auch der verletzungsbedingte Ausfall von Lennart Karl dürfte Sanés Rolle im Team gestärkt haben. Mertesacker sah Sané und Nathaniel Brown bereits nach dem letzten WM-Test als gesetzt an. Dort hatte er beim 2:1-Sieg gegen die USA ein Tor erzielt.
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Für Sané ist die WM 2026 ein besonderes Turnier. 2018 hatte ihn der damalige Bundestrainer Joachim Löw überraschend nicht nominiert. Dabei war Sané in der Saison 2017/18 als bester Nachwuchskicker Englands ausgezeichnet worden. Bei der WM 2022 kämpfte er mit den Folgen einer Knieverletzung. Das erste Spiel konnte er deshalb nur von der Bank aus verfolgen. Das Turnier endete für Deutschland schon nach der Vorrunde. (cb)
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