BVB-Hoffnungen

Das Interesse des FC Bayern an Schlotterbeck: Eine komplizierte Situation

Seit Herbst wird BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck vermehrt mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Jedoch soll der Nationalspieler in München kein Thema mehr sein.

München / Dortmund – Seit Monaten liegt Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund ein finanziell erheblich aufgestocktes Arbeitspapier zur Verlängerung seines bis 2027 bestehenden Kontrakts vor. Der 23-fache Nationalspieler soll aber noch zögern und abwarten, wohin die sportliche Reise des BVB geht. Der ehrgeizige 26-Jährige würde gerne in seiner Karriere endlich auch Titel gewinnen – und da kommt natürlich nicht zuletzt der FC Bayern ins Spiel. Dass Schlotterbeck ein interessanter Spieler wäre, wurde an der Säbener Straße nie dementiert.

Die sportliche Zukunft von Nationalspieler Nico Schlotterbeck bleibt wohl noch etwas länger ungeklärt.

Dennoch soll der deutsche Nationalspieler momentan laut einem Bericht der Sport BILD keine Priorität genießen. Ein zwischenzeitlich diskutierter Transfer des Innenverteidigers sei derzeit beim Rekordmeister vom Tisch. Dies ist vor allem darin begründet, dass der FC Bayern kurz vor einer Vertragsverlängerung mit dem französischen Nationalspieler Dayot Upamecano steht. Laut übereinstimmenden Aussagen der Bayern-Bosse ist dies die Königslösung. Zusammen mit Jonathan Tah soll der bullige, technisch versierte Innenverteidiger langfristig das Münchner Abwehrzentrum bilden.

Wann Schlotterbeck nach München wechseln könnte

Aber auch Schlotterbeck soll damit noch nicht endgültig aus dem Fokus von Max Eberl & Co. verschwinden. Der Dortmunder könnte in München noch einmal interessant werden, wenn beispielsweise Minjae Kim im Sommer zum Wechselkandidaten wird. Der Südkoreaner hat zwar zuletzt seinen Willen bekräftigt, sich beim Rekordmeister durchsetzen zu wollen. Wenn allerdings die Einsatzzeiten weiter rückläufig sein werden, erscheint ein Abgang im Bereich des Möglichen zu sein.

Allerdings muss sich Schlotterbeck beim Interesse des FC Bayern wohl hinter Marc Guéhi von Crystal Palace einreihen, welcher im Sommer ablösefrei auf den Markt kommen könnte. Für den englischen Nationalspieler gibt es aber auch noch zahlreiche potentielle Abnehmer aus der Premier League. Manchester City soll ihn sogar noch im Winter verpflichten wollen.

FC Bayern knackt historischen Rekord: Die torgefährlichsten Top-Teams aller Zeiten

Platz 26: FC Bayern München 1971/72, 101 Tore. 
Als bisher torreichste Bundesliga-Mannschaft verfehlt der FC Bayern die Top 25 dieses Rankings um genau ein Tor. Die Meisterschaft gewinnen Gerd Müller (vorne) und Co. natürlich trotzdem.
Platz 19: Real Madrid 2010/11, 102 Tore.
Der erste von insgesamt neun Auftritten in dieser Statistik. Die Mannschaft von Real Madrid ist in diesen Jahren ein Who-is-who des Weltfußballs.
Platz 19, Manchester City 2013/14, 102 Tore.
Angeführt von Torjäger Sergio Agüero (r.) holt Manchester City den Premier-League-Titel.
Platz 19: Manchester City 2019/20, 102 Tore.
Sechs Jahre später replizieren die „Citizens“ ihr Offensivfeuer. Dieses Mal reicht es allerdings nicht für den Titel. City schießt zwar 17 Tore mehr als Meister Liverpool, holt aber 18 Punkte weniger.
FC Bayern knackt historischen Rekord: Die torgefährlichsten Top-Teams aller Zeiten

Darüber hinaus sei laut Sport BILD der bis Saisonende von Tottenham Hotspur an den Hamburger SV ausgeliehene Luka Vušković den Bayern angeboten worden. Die Entwicklung des hochtalentierten kopfballstarken Kroaten soll man an der Säbener Straße zwar sehr genau verfolgen, eine Verpflichtung aber wegen der sehr hohen Ablösesumme eher unwahrscheinlich sein.

Für eine Schlotterbeck-Verpflichtung des FCB gibt es offensichtlich sehr viele Konjunktive: Die Upamecano-Verlängerung macht sein Engagement beim Rekordmeister unwahrscheinlicher und sollte sich Minjae Kim verändern wollen, wäre der ablösefreie Guéhi, wenn er nicht schon vorher wechselt, die wohl erste Wahl. Der BVB-Spieler sollte die Situation wohl realistisch einschätzen können.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Markus Ulmer

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