Kein Mitspracherecht

DFB reagiert auf horrende Ticket-Preise bei WM 2026

Die FIFA hat überdurchschnittlich teure Tickets für die WM 2026 angekündigt. Der DFB zeigte sich jetzt enttäuscht von dem Vorhaben des Fußball-Weltverbands.

Frankfurt am Main – Enttäuschung beim Deutschen Fußball-Bund. Der DFB äußerte jetzt Kritik an den hohen Ticketpreisen, die die FIFA für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 plane. „Die WM ist von Deutschland aus gesehen weit weg und ein Besuch ist ohnehin mit größerem Aufwand und hohen Reisekosten verbunden. Auch deshalb hätten wir uns für unsere Fans insgesamt günstigere Tickets gewünscht“, sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Gianni Infantino und die FIFA bauen bei der WM 2026 auf horrende Ticketpreise.

Laut DFB würden die Eintrittspreise ausschließlich von der FIFA festgelegt, man selbst als Verband habe auf die Preisgestaltung keinen Einfluss. „Wir sind wenige Stunden vor Bewerbungsstart lediglich über die Preise informiert worden“, erklärte Rettig. Für die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft müssen Fans voraussichtlich tief in die Tasche greifen.

Fans müssen mit teuren WM-Tickets rechnen

Die günstigsten Karten für das erste Gruppenspiel am 14. Juni gegen Curaçao in Houston sollen demnach 155 Euro kosten. Zum zweiten Spiel gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni in Toronto werden mindestens 190 Euro fällig, gegen Ecuador am 25. Juni in East Rutherford sind es sogar schon mindestens 230 Euro. Die Höchstpreise normaler Tickets für die drei Partien liegen deutlich darüber – bei 430 Euro für das erste Spiel, 515 Euro für das zweite und 600 Euro für das dritte Gruppenspiel ist man preislich bereits in VIP-Dimensionen angelangt.

Auch die Fanorganisation „Football Supporters Europe“ (FSE) hat sich am Donnerstag „entsetzt“ angesichts der „horrenden Ticketpreise“ in der nächsten Verkaufsphase für die WM gezeigt. Die FSE forderten den FIFA-Weltverband jetzt auf, den Verkauf über die beteiligten Nationalverbände „unverzüglich einzustellen“.

Die finalen Teilnehmer der WM 2026 – Mehrere Debütanten und historische Türkei

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Andreas Rettig betonte außerdem, dass man den DFB-Fans vor Ort in den USA „zumindest gute Rahmenbedingungen“ schaffen wolle. „Wir versuchen unter anderem mit der Fanbotschaft in den Spielorten, Fanbetreuern in den Spielorten und Stadien, sowie einem Rahmenprogramm für Fans den bestmöglichen Service zu bieten und bei Fragen und Problemen vor Ort schnell zu unterstützen“, erklärte Rettig. „Auch in Deutschland wollen wir die WM für Fans erlebbar machen.“ (LF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jia Haocheng

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