„Traurig“
DFB teilt Statement nach Rassismus-Vorfall um Jonathan Tah
Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM im Sechzehntelfinale gescheitert. Elfmeter-Fehlschütze Jonathan Tah muss sich ungeheure Beschimpfungen gefallen lassen.
Update, 1. Juli, 19.25 Uhr: Der DFB hat die Rassismus-Kommentare gegen Jonathan Tah aufs Schärfste verurteilt. Auf Instagram steht geschrieben: „Der Kritik an unseren Leistungen stellen wir uns. Sie ist berechtigt und gehört zum Sport. Hass aber gehört nicht dazu. Rassismus und andere Diskriminierungen akzeptieren wir nicht. Der Fußball steht für Gemeinschaft und Zusammenhalt, nicht für Spaltung.“
Erstmeldung – Der 29. Juni war kein guter Tag für alle, die es mit der deutschen Nationalmannschaft hielten. Im Sechzehntelfinale der WM (hier geht’s zum kompletten Spielplan) war gegen Paraguay Schluss. Nach einem insgesamt schwachen Auftritt, an dem die Fans schon zur Halbzeitpause harsche Kritik geübt hatten, verloren die DFB-Stars im Elfmeterschießen. Einer der Fehlschützen: Bayern-Verteidiger Jonathan Tah.
Tah, der in der Verlängerung ein eigentlich reguläres Tor erzielt hatte, das der marokkanische Schiedsrichter allerdings nicht geben wollte, stellte sich der Verantwortung. Sein Schuss verfehlte den gegnerischen Kasten deutlich und ging meilenweit über die Latte. Nach dem Aus vergab Tah sein Gesicht unter dem Trikot mit den vier Sternen, zu denen 2026 kein fünfter hinzu kommen wird.
DFB-Star Tah nach WM-Aus rassistisch beleidigt
Nach dem peinlichen Aus der deutschen Mannschaft – Bundeskanzler Friedrich Merz sorgte mit seinem Statement für Kopfschütteln – ging in den sozialen Medien schnell die Post ab. Unter dem letzten Beitrag von Jonathan Tah tummelten sich schnell einige Kommentare, die nichts mit Respekt oder Sportsgeist zu tun hatten. Viele Beiträge gingen sogar unter die rassistische Gürtellinie.
Nach schlimmen Worten übernahmen allerdings die richtigen Fans das Ruder und schenkten Tah alle Unterstützung, die auf verbalem Wege möglich war. „Fußball lebt von Siegen und Niederlagen, aber Rassismus hat darin keinen Platz. Hinter jedem Trikot steckt ein Mensch. Kopf hoch, Jonathan“, schreibt ein Anhänger. Ein weiterer findet folgende Worte: „Das Team hat versagt, nicht eine einzelne Person.“
Neun Fünfen beim WM-Aus! Die Einzelkritik zum DFB-Drama gegen Paraguay




Einige Minuten vor dem entscheidenden Fehlschuss war Tah eigentlich zum deutschen Helden geworden, hätte der Unparteiische nichts dagegen gehabt. „Was ist falsch mit euch?! Ihn safe erst abgefeiert nach dem Tor und dann nach dem Elfer solche Sprüche auspacken?! Traurig“, meint auch dieser Fan. Nach dem schmerzhaften WM-Aus geht es für den Tah nun erst einmal in den Urlaub. Anschließend muss Bayern-Coach Vincent Kompany Aufbauarbeit leisten. (is)
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