Entscheidungs-Match

DFB-Star trifft bei Frauen-EM auf alte Heimat in besonderem Match

Vor dem EM-Gruppenspiel gegen Schweden berichtet ein DFB-Star über ihre besondere Beziehung zu ihrem ehemaligen Gastland.

Zürich – Für Rebecca Knaak ist das deutsche EM-Gruppenspiel gegen Schweden am Samstag nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein emotionales Wiedersehen. Die Innenverteidigerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft beschreibt Schweden als ihre „zweite Heimat“. Während ihrer drei Jahre beim FC Rosengard in Malmö hat Knaak tiefe Verbindungen zur schwedischen Kultur und zu Freunden in Schweden aufgebaut.

DFB-Star Rebecca Knaak über ihre Zeit in Schweden: „Viel erlebt und gelernt“

Knaak, die mittlerweile bei Manchester City spielt, erinnert sich gerne an ihre Zeit in Schweden zurück. „Ich habe sehr viel erlebt und viel von der schwedischen Kultur mitbekommen“, sagte die 29-Jährige auf der DFB-Pressekonferenz vor dem Spiel. „Es ist schon etwas sehr Besonderes, jetzt ausgerechnet gegen Schweden zu spielen.“ Neben der kulturellen Bereicherung hat sie auch sportlich viel gelernt und schätzt insbesondere die physische Spielweise der Schwedinnen.

Giulia Gwinn zwischen Himmel und Hölle – Verletzungen, Erfolge und Privates der DFB-Kapitänin

Ihre Fußballbegeisterung entwickelte sich von klein auf. Gwinn, die auch Bastian Schweinsteiger als eines ihrer Idole benennt, im passenden Bayern-Dress.
Jedoch sollte es nicht beim Zuschauen bleiben. Den Vorbehalten ihrer Eltern zum Trotz schnürte Giulia bald selbst die Fußballschuhe und legte damit den Grundstein für ihre Karriere.
Über Friedrichshafen und Ravensburg ging es weiter nach Südbaden. Beim SC Freiburg startete 2015 ihre Profilaufbahn. Bis 2019 sollte sie im Schwarzwald bleiben.
Ihre Befähigung für große Aufgaben blieb nicht unbemerkt. Im November 2017 debütierte sie unter Steffi Jones in der A-Nationalmannschaft – beim 4:0-Sieg der DFB-Frauen über Frankreich.
Giulia Gwinn zwischen Himmel und Hölle – Verletzungen, Erfolge und Privates der DFB-Kapitänin

Die Abwehrspielerin warnt vor der Kopfballstärke der schwedischen Mannschaft, die sich bei der Frauen-EM als sehr physisch und stark bei Standardsituationen präsentiert hat. „Wir wissen aber genauso, dass das auch Qualitäten von uns sind, und wir werden optimal eingestellt sein“, betonte Knaak, die nach dem bitteren Ausfall von Giulia Gwinn die Kapitänsrolle übernimmt. Für die deutsche Mannschaft, die bereits für das Viertelfinale qualifiziert ist, geht es in diesem Spiel um den Gruppensieg. Eine große Herausforderung dürfte dennoch warten. Schließlich kommt der deutsche Viertelfinalgegner so oder so aus Todegruppe D.

Rebecca Knaak führt das DFB-Team als Kapitänin bei der Frauen-EM an.

Deutschland bleibt Knaaks „erste Heimat“

Trotz ihrer engen Verbindung zu Schweden bleibt Deutschland für Knaak die „erste Heimat“, so die gebürtige Adenauerin. Auch England sei mit Blick auf ihren aktuellen Verein aus Manchester noch nicht „so weit aufgerückt.“ Die deutschen Fußballerinnen, die kürzlich einen überraschenden Gast zu Besuch hatten, benötigen einen Sieg gegen Schweden (alle TV-Infos hier), um als Gruppenerste in die K.-o.-Runde einzuziehen. Das Spiel verspricht, sowohl für Knaak als auch für die deutsche Mannschaft, ein spannendes Duell zu werden.

Derweil hat der DFB erste Informationen zum Ticketverkauf fürs Viertelfinale bei der Frauen-EM bekanntgegeben. (fpt)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Fotostand / Fantini

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