Auch Klopp mischt sich ein
DFB unter Zugzwang: Regionalliga-Reform könnte schon bald kommen
Immer mehr Vereine setzen sich für eine Reform der Regionalligen ein. Eine Arbeitsgruppe steht nun in den Startlöchern, um eine Lösung zu finden.
Frankfurt – Hat der DFB sich vor einigen Jahren selbst ins Bein geschossen? 2019 entschied der Deutsche Fußballverband, dass nur noch die Meister der Regionalliga Südwest und West direkt in die 3. Liga aufsteigen. Die Sieger aus dem Nordosten, dem Osten und aus Bayern steigen nur alle drei Jahre auf. Die anderen zwei Meister müssen in die Aufstiegsrelegation.
Das hat viele Vereine auf den Plan gerufen, die das gar nicht gut finden. Eine Initiative aus dem Fußball-Osten, die eine erneute Reform fordert, wird mittlerweile auch von prominenten Klubs wie dem FC Schalke 04 oder dem MSV Duisburg unterstützt. Mittlerweile steht der DFB dadurch extrem unter Druck.
DFB könnte weitreichende Regionalliga-Reform in Zukunft beschließen
Der Präsident der Nordost-Staffel Hermann Winkler hat nun laut der Bild angekündigt, auf der Konferenz der Regional- und Landespräsidenten im DFB am Montag die sofortige Gründung einer Arbeitsgruppe zur Neuordnung beschließen lassen zu wollen. Dort könnten dann weitreichende Änderungen besprochen und geplant werden.
Doch wie könnten diese Änderungen aussehen? Das ist noch nicht ganz klar. Jürgen Klopp warb in der Welt am Sonntag sogar für eine noch größere Reform: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir in Deutschland eine eigene U21-Liga brauchen.“ Denn auch die Zweitvertretungen, die einigen Traditionsvereinen die Plätze wegnehmen, sind umstritten.
Brehme und Mill bereits verstorben – was wurde aus den Weltmeistern von 1990?




Möglich wären unter anderem eine viergleisige Regionalliga mit den Bundesliga- und Zweitliga-Reserven, eine viergleisige Regionalliga und separate U21-Bundesliga sowie die Einführung einer zweigleisigen 4. Profiliga. Welche Lösung es am Ende wird, könnte in der möglichen Arbeitsgruppe bestimmt werden.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf macht den Reform-Befürwortern auf jeden Fall Hoffnung: „Es ist richtig und wichtig, dass wir gemeinsam in den persönlichen Dialog eingestiegen sind. Die Unzufriedenheit mit Blick auf die Aufstiegsregelung von den Regionalligen in die 3. Liga kann ich nachvollziehen.“ Jetzt braucht es aber erst einmal den ersten Schritt. (DaHee)
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