Gute Stimmung
WM-Nominierung im Urlaub: Bundestrainer vermutete betrunkenen DFB-Star
Die Stimmung in der deutschen Nationalmannschaft ist fabelhaft. Ein DFB-Youngster gab auf der Pressekonferenz eine witzige Anekdote zum Besten.
Die Uhr tickt: Am 14. Juni startet die deutsche Nationalmannschaft in das Abenteuer WM. Los geht es mit dem Spiel gegen Curacao (alle TV-Infos hier), in dem die DFB-Elf natürlich klar favorisiert ist. Bundestrainer Julian Nagelsmann möchte eine eingeschworene Truppe auf den Platz schicken. Den Verletzungsschock um Lennart Karl, der bereits abgereist ist, hat man verdaut. Für Karl wurde Assan Ouédraogo nachnominiert.
Der Leipziger, der in der vergangenen Bundesliga-Saison an sieben Toren beteiligt war, kehrte erst Ende März aus einer längeren Verletzungspause zurück. Im November 2025 hatte der Youngster sein DFB-Debüt gefeiert, weitere Einsätze kamen bislang nicht dazu. Dennoch hat sich Julian Nagelsmann dazu entschieden, Ouédraogo das WM-Vertrauen entgegenzubringen.
DFB-Youngster Ouédraogo verrät WM-Nominierungs-Anekdote
Als der Jungstar im Urlaub im spanischen Marbella weilte, kam der Anruf, der alles veränderte. Auf der DFB-Pressekonferenz verriet er: „Ich lag tatsächlich gerade auf der Liege und war, wie soll ich sagen, unfassbar am Chillen. Dann kam der Anruf des Bundestrainers, da war ich direkt von 0 auf 180. Ich bin dann um die Ecke gerannt, damit mich keiner hört.“
Offenbar wusste der Offensivspieler gar nicht, wie er reagieren sollte. Die Freude war groß. So groß, dass Nagelsmann wohl dachte: Hat da etwa einer schon vorher gefeiert, weil er eine Vorahnung hatte? „Er hat mir gesagt, dass er mich gerne nachnominieren würde. Das hat mich sofort unfassbar gefreut. Und dann hat er mich noch gefragt, ob ich betrunken bin. Aber ich trinke ja so oder so nicht. Da habe ich gesagt: ‚Nee, passt alles.‘ Und dann bin ich direkt rübergeflogen“, witzelte Ouédraogo.
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Der Leipziger berichtet: Im Überschwang der Gefühle jubelte er mit seiner gesamten Familie. Zumindest hätte er es gerne getan, denn. „Ich habe gleich meine Mama angerufen, die hat’s nicht gehört. Dann meinen Papa, der ging auch nicht ran. Dann habe ich meine große Schwester erreicht, die hat es mir am Anfang gar nicht geglaubt. Es ist eine unfassbare Ehre, die WM spielen zu dürfen. Ich habe nicht mehr damit gerechnet. Es war eine Emotionsexplosion.“
Nun beginnt für ihn die wohl aufregendste Zeit seiner noch jungen Karriere. Die PK bestritt er übrigens mit David Raum, seinem Leipziger Teamkollegen. Anschluss gefunden hat Ouédraogo schnell. Und sollte es am 19. Juli tatsächlich etwas werden mit dem Gewinn des WM-Titels, darf auch ein Gläschen Alkohol getrunken werden. Zur Not auch mit dem Bundestrainer gemeinsam. (is)
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