„Fünf oder zehn Jahre“

Ehrenpräsident Hoeneß wünscht sich Kompany-Ära beim FC Bayern

Vincent Kompany könnte die Bayern gegen Titelverteidiger PSG ins CL-Finale führen. Nicht nur deshalb ist Ehrenpräsident Hoeneß davon überzeugt, dass er der richtige Coach für eine lange Zeit sein kann.

Mit Chefcoach Vincent Kompany hat sich der FC Bayern wieder an der europäischen Spitze etabliert. Im Interview mit DAZN überschüttet Ex-Präsident Uli Hoeneß den 40-Jährigen mit Lob und bestätigt dabei die zugedachte Rolle des Belgiers beim Rekordmeister nach dessen Vertragsverlängerung im vergangenen Herbst bis 2029.

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Für den Patron des FC Bayern ist vollkommen klar, dass Kompany eine Ära beim FC Bayern prägen könnte. Der ehemalige Weltklasse-Innenverteidiger genießt beim 74-Jährigen größtes Vertrauen: „Er kann von mir aus noch fünf oder zehn Jahre hierbleiben“, so Hoeneß gegenüber DAZN, und schwärmt vom Belgier: „Als Mensch ist er nahezu perfekt“. Dies unterscheide ihn von seinen Vorgängern an der Säbener Straße.

Fachliche und soziale Fähigkeiten Kompanys begeistern Hoeneß

Kompany bringt laut Hoeneß nicht nur eine großartige fachliche Qualität, sondern auch außergewöhnliche soziale Kompetenzen mit: Er lasse auch keinen Spieler fallen, stelle niemanden öffentlich bloß und verzichte bewusst auf öffentliche Forderungen nach neuen Transfers. Stattdessen liege sein Fokus darauf, das Beste aus dem vorhandenen Kader herauszuholen.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Hoeneß aus dem ersten Gespräch mit Kompany – Max Eberl berichtete bereits davon -, dass für den Belgier Arbeit über allem steht. Dieses Prinzip hat dieser im Frühjahr 2024 nicht nur glaubhaft formuliert, er lebt es nun tagtäglich an der Säbener Straße vor. Kompany hat klar angekündigt, der Erste am Trainingsgelände zu sein und der Letzte, der es verlässt. Genau diese Haltung hat Hoeneß überzeugt – und wurde vom FCB-Chefcoach auch so eingehalten.

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Ein weiterer Pluspunkt für Kompany: Er spricht mehrere Sprachen fließend. Auf den Pressekonferenzen wechselt er problemlos zwischen Deutsch, Englisch und Französisch und artikuliert sich dabei auch auf souveräne Weise zu unterschiedlichen Themen abseits des Fußballs. Für einen Verein mit Weltruf wie den FC Bayern ein unschätzbarer Mehrwert – der auch in gestiegenen Sympathiewerten zu messen ist.

Obwohl nun mit dem Titelverteidiger Paris Saint-Germain eine gewaltige Hürde vor Kompanys Bayern steht, und mit dem FC Arsenal der Dominator der CL-Ligaphase im Finale wartet, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, am 30. Mai den Henkelpott in Budapest nach sechs Jahren Pause wieder in die Höhe zu stemmen. Bereits eine Woche zuvor könnte in Berlin das erste Double seit 2020 gefeiert werden.

Einen riesigen Anteil daran hat Kompany mit einer Mischung aus fachlicher Qualität, Führungsstärke und Persönlichkeit. Nicht nur FCB-Patron Uli Hoeneß sieht in ihm deswegen einen ganz besonderen Trainer, der für den Rekordmeister einen Erfolgsgarant für die nächsten „fünf, oder zehn Jahre“ darstellen könnte.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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