Unzufriedenheit bei SGE-Angreifer

Eintracht-Star hadert nach starkem Auftakt mit Reservistenrolle

Ein Star von Eintracht Frankfurt gerät nach tollem Saisonstart in die Krise. Jetzt äußert er seine Unzufriedenheit. Wie geht es für ihn weiter?

Frankfurt – Zwei Tore, eine Vorlage. Zwei Spiele, sechs Punkte – was für ein Saisonauftakt. Jean-Mattéo Bahoya, 20 Jahre jung, will mit Eintracht Frankfurt durchstarten. Nach tollen Auftritten ging es schleichend bergab. Mittlerweile hat der junge Angreifer seinen Stammplatz sogar verloren. Die Unzufriedenheit ist groß, kommt sogar ein Transfer infrage?

Jean-Mattéo Bahoya von Eintracht Frankfurt steckt in der Krise.

Noch vor wenigen Monaten türmten sich im Büro von SGE-Boss Markus Krösche die Anfragen, große Summen von bis zu 70 Millionen Euro wurden für den Franzosen geboten. Was ist seither passiert? Seit dem zweiten Spieltag war Bahoya in der Bundesliga nicht mehr an einem Treffer beteiligt, auch in der Champions League gelang ihm nichts Zählbares.

Eintracht-Star Bahoya unzufrieden: Vom Leistungsträger zum Bankdrücker

10 Minuten, 19 Minuten, 14 und 45, die letzten Bundesliga-Spiele zeigen eindrucksvoll, dass Bahoya aufs Abstellgleis geraten ist. Obwohl Can Uzun aktuell verletzt ist, kommt der 20-Jährige nicht mehr in Schwung. Sport1 liegen Informationen vor, dass Bahoya sichtlich unzufrieden mit seiner aktuellen Situation ist.

Einwechselspieler oder Joker sein? Das ist nichts für ihn. Nach dem Sieg und seinem Doppelpack gegen Bremen sagte er noch: „Vielleicht war es meine beste Leistung in Frankfurt. Ich hoffe, das ist erst der Anfang. Vielleicht kann ich diese Saison 20 oder mehr Tore schießen.“ Mittlerweile sieht jedoch nichts mehr danach aus, als würde Bahoya als Torjäger durch die Spielzeit marschieren.

Die teuersten Neuzugänge in Eintracht Frankfurts Vereinsgeschichte

Auf Platz eins der teuersten Neuzugänge in der Geschichte von Eintracht Frankfurt ist Hugo Ekitiké. Nach einem halben Jahr auf Leihbasis wechselte der Franzose im Sommer 2024 fest zur SGE – durch Bonuszahlungen kostete er die Eintracht 31,5 Millionen Euro. Mit seinem Wechsel zum FC Liverpool für 95 Mio. Euro ist er gleichzeitig auch Rekordabgang.
Der zweitteuerste jemals von Eintracht Frankfurt getätigte Einkauf ist Elye Wahi. Satte 26 Mio. Euro zahlten die Hessen im Januar 2025, nachdem Omar Marmoush sich in Richtung Manchester City verabschiedet hatte.
Luka Jovic spielte sich als Mitglied der berühmt berüchtigten Büffelherde in den Fokus von Europas Elite. Nach zwei Jahren auf Leihbasis verpflichtete Eintracht Frankfurt den Stürmer 2019 für 22,34 Mio. Euro, nur um ihn umgehend für fast das Dreifache (63 Mio. Euro) an Real Madrid zu verkaufen.
Erst in diesem Sommer neu in der Liste der teuersten Eintracht-Neuzugänge ist Jonathan Burkardt. Nach zähen Verhandlungen hat die SGE sich mit Mainz 05 auf eine Ablöse in Höhe von 21 Mio. Euro geeinigt.
Die teuersten Neuzugänge in Eintracht Frankfurts Vereinsgeschichte

Im Oktober sprach der Franzose im Interview mit der L‘Equipe über seine Situation und zeigte sich durchaus selbstkritisch. „Ich habe hohe Erwartungen. Als Stürmer kann man zwar gute Leistungen erbringen, aber wenn man das Spiel ohne Stats beendet, fehlt etwas. Ich bin noch nicht egoistisch genug. Daran muss ich arbeiten, denn so ist der Fußball jetzt“.

Der Vertrag des jungen Stürmers bei der Eintracht läuft noch bis Sommer 2029, intern soll Krösche mindestens 80 Millionen Euro fordern. Die Klubs aus der Premier League haben ihr Interesse hinterlegt, ihnen ist in der Regel keine Summe zu hoch. Ein Verbleib in Frankfurt aber ist natürlich nicht ausgeschlossen – nach der Länderspielpause hoffen beide Seiten darauf, dass der Knoten platzt. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Huebner

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