Kritik am Bundestrainer

Eintracht-Star von Nagelsmann ignoriert? Kult-Kommentator reagiert geschockt

Die deutschen Nationalspieler von Eintracht Frankfurt streben zur WM. Ein SGE-Star wird vom Bundestrainer nicht berücksichtigt. Das sorgt für Kritik.

Frankfurt – Seit einigen Monaten spielt Jonathan Burkardt bei Eintracht Frankfurt, schlug als Neuzugang von Mainz 05 direkt ein. Mehr als 20 Millionen Euro überwies die SGE an den Karnevalsverein, Burkardt zahlt es mit Top-Leistungen zurück. Acht Tore hat er in der Bundesliga erzielt, in der Champions League – vor dem Duell mit Atalanta Bergamo (alle TV-Infos hier) – steht er bei drei. Dennoch spielt er bei Bundestrainer Julian Nagelsmann keine große Rolle.

Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt nicht auf einen der Eintracht-Schützlinge von Dino Toppmöller.

Im Oktober 2024 feierte der Stürmer sein DFB-Debüt unter Nagelsmann. Beim 2:1-Sieg gegen Bosnien in der Nations League durfte er 23 Minuten lang mitwirken. Vier weitere Einsätze kamen hinzu, im Oktober dieses Jahres kam Burkardt gegen Nordirland quasi mit dem Abpfiff in die Partie. Für die WM-Quali-Spiele gegen Luxemburg und die Slowakei wurde er dann gar nicht einmal mehr nominiert.

Bundestrainer Nagelsmann setzt nicht auf Eintracht-Star Burkardt – Kommentator Fuss äußert Unverständnis

Trotz starker Leistungen im Verein scheint Nagelsmann nicht auf Burkardt zu setzen. Die SGE-Fans verstehen den Bundestrainer nicht – und bekommen in Kommentator Wolff Fuss nun einen prominenten Unterstützer. Auch Moderator Thomas Wagner tut sich im Sky-Talk „Glanzparade“ schwer mit der Entscheidung Nagelsmann, denn für ihn gibt es kaum Bessere als Burkardt.

„Er war dann bei der Nationalmannschaft, und dann war er nächstes Mal wieder nicht dabei. Dann sagt Nagelsmann, ‚Ja, bei uns hat er nicht gut trainiert.‘ Und jetzt hat er ihm keine Minute gegeben, obwohl ja vorne auch viele verletzt sind“, redet er sich in Rage. Seine klare Meinung: Es gibt keinen Weg, der für Nagelsmann am Frankfurter vorbeiführt.

Karl war der Letzte: Diese deutschen Nationalspieler feierten ihr Debüt unter Julian Nagelsmann

Chris Führich feierte am 14. Oktober 2023 beim 3:1-Sieg gegen die USA sein Debüt für die Nationalmannschaft. Als dynamischer Flügelspieler des VfB Stuttgart überzeugte er mit Tempo und Technik. Seitdem durfte er öfters für den DFB auflaufen und wurde für die UEFA Euro 2024 nominiert.
Am 18. Oktober 2023 kam Kevin Behrens beim 2:2 gegen Mexiko zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Damals noch bei Union Berlin unter Vertrag, wechselte er Anfang 2024 zum VfL Wolfsburg. Seitdem wurde er nicht mehr nominiert.
Marvin Ducksch debütierte am 18. November 2023 gegen die Türkei. Als torgefährlicher Angreifer von Werder Bremen wurde er in zwei Länderspielen eingesetzt. Trotz starker Leistungen im Verein blieb es bislang bei diesen Einsätzen.
Beim 0:2 gegen Österreich am 21. November 2023 feierte Robert Andrich sein Debüt für die Nationalmannschaft. Mit konstanten Leistungen bei Bayer Leverkusen etablierte er sich schnell im DFB-Kader und wurde für die EM 2024 nominiert.
Karl war der Letzte: Diese deutschen Nationalspieler feierten ihr Debüt unter Julian Nagelsmann

Wagner kann nicht verstehen, wieso der Bundestrainer den Angreifer gar nicht mehr berücksichtigt. Ein paar Minuten Spielzeit, um Burkardts Selbstvertrauen zu steigern, wären für ihn das Mindeste. Nagelsmann, so Wagner, mache es sich zu leicht, indem er einfach sagt: „Der Spieler ist bei uns noch nicht angekommen.“

Wolff Fuss schließt sich der Meinung seines Kollegen ohne Umschweife an. „Die Zahlenwerte geben es einfach her. Er ist in den letzten eineinhalb Jahren der torgefährlichste deutsche Mittelstürmer, Punkt“. An Fürsprechern mangelt es dem Eintracht-Star also nicht – ob ihre Meinung sich bis zum Bundestrainer herumspricht, bleibt abzuwarten. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

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