Hart erkämpfter Sieg

Überragender Kane schießt „Three Lions“ ins WM-Achtelfinale

In einem herausragenden Spiel benötigte der große Favorit England langen Atem, um sich gegen die DR Kongo durchzusetzen. Umjubelter Held war einmal mehr Harry Kane. Der Ticker zum Nachlesen.

Fazit: 75 Minuten lang hatte die DR Kongo den großen WM-Favoriten England am Rande einer Niederlage. Doch dann kam Harry Kane. Mit seinem Doppelpack führte er die „Three Lions“ ins Achtelfinale dieser WM und bewies wieder einmal seine Ausnahmestellung. Ein ganz großes Kompliment geht aber an den Kongo, der eine überragende Partie ablieferte und sich keineswegs nur hinten reinstellte, sondern immer auch wieder eigene Angriffe initiierte. Überragender Spieler war Torwart Lionel Mpasi, der lange alles hielt.

Vorbericht: Die letzten Sechzehntelfinalspiele der WM 2026 (hier geht’s zum kompletten Spielplan) stehen auf dem Programm. Für die englische Nationalmannschaft geht es am Mittwochabend (alle TV-Infos hier) darum, sich für die Runde der besten Acht zu qualifizieren. Der Gegner: Die Demokratische Republik Kongo. Die Three Lions sind haushoch favorisiert und wissen dennoch: Mit Deutschland und den Niederlanden sind bereits zwei Topteams ausgeschieden.

In der Vorrunde der Gruppe L sammelten die Engländer gegen Kroatien (4:2), Ghana (0:0) und Panama (2:0) sieben Punkte ein. Zwei solide, nicht gerade spektakuläre Auftritte stehen einem Schützenfest gegenüber, dieses Team scheint also zwei vollkommen unterschiedliche Gesichter zeigen zu können. Am Mittwoch zählt primär das Weiterkommen, auch ein 1:0 würde die Tuchel-Elf gerne mitnehmen.

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Ex-Manchester-United-Kapitän Roy Keane kann sich offenbar vorstellen, dass die Engländer gegen Kongo in Schwierigkeiten geraten könnten. Dem Radiosender ITV sagte er während des Panama-Spiels: „Sie haben Schwierigkeiten, es fehlt an der Intensität. Wenn man gegen ein Team mit weniger Qualität spielt, wird man auf deren Niveau heruntergezogen. Das scheint England passiert zu sein.“

England spielt im WM-Sechzehntelfinale heute gegen Kongo

Und weiter: „Es ist, als würde man Schottland anschauen. Ein echter Mangel an Qualität. So schlecht.“ Der Gegner aus Afrika macht sich natürlich Hoffnungen auf eine Überraschung. Kongo hatte in der Gruppe K 1:1 gegen Portugal gespielt, ehe es gegen Kolumbien eine 0:1-Niederlage setzte. Das entscheidende Duell gegen Usbekistan brachte ein 3:1.

Die Nummer 46 der Welt stört sich nicht an großen Namen, gibt immer 100 Prozent. Gespielt haben Kongo und England übrigens noch kein einziges Mal gegeneinander. Die Tatsache, dass sich die Three Lions zuletzt in der Offensive schwergetan haben, könnte dem Außenseiter aber zugutekommen. Je länger der Underdog das 0:0 hält, umso nervöser wird der selbsternannte Titelanwärter.

Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht

Kylian Mbappe arbeitet sich in diesem Klassement stetig weiter nach oben. Gegen Schweden traf der Franzose erneut mehrfach und hat nun schon 18 Tore (Stand: 01. Juli) auf seinem Konto. Damit hat er Miroslav Klose überflügelt – und lauert hinter Lionel Messi. Gegen Paraguay kam Treffer Nummer 19 hinzu.
Lionel Messi hat bei der WM 2026 Geschichte geschrieben und den Tor-Rekord von Klose gebrochen. Mittlerweile, er traf auch gegen Kap Verde und Ägypten, steht er bei 21 Treffern. Und das, obwohl er bei dieser WM schon zwei Elfmeter verschossen hat.
Es ist passiert: Miroslav Klose ist nicht mehr WM-Rekordtorschütze. Er erzielte in 24 WM-Spielen insgesamt 16 WM-Tore für Deutschland und liegt damit aber immer noch auf Platz 3.
Auf Platz 4 landet der brasilianische Torjäger Ronaldo mit insgesamt 15 WM-Toren.
Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht

Nach dem peinlichen Aus der deutschen Mannschaft gegen Paraguay und dem niederländischen KO gegen Marokko will England nicht die dritte Überraschung des Turniers werden. Vor allem Harry Kane, der erfolgreichste Engländer bei Weltmeisterschaften (elf Tore), will dafür sorgen, dass es nicht zu einem unglücklichen Auftritt kommt. (is)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/PA Wire | Bradley Collyer

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