„Wird Zeit brauchen“

Ex-Bayern-Star mit teurem Verletzungsfluch: Millionenschweres Dilemma

David Alaba hat seit seinem Abgang vom FC Bayern München eine Pechsträhne. Eine Situation, die seinen neuen Verein mit hohen Kosten konfrontiert.

München – Real Madrid hat eine weitere Hiobsbotschaft zu verkraften. Der ehemalige Bayern-Star, David Alaba, hat sich erneut verletzt und wird die Klub-WM verpassen. Der spanische Rekordmeister gab am Freitag bekannt, dass sich der österreichische Nationalspieler eine Muskelverletzung in der linken Wade zugezogen hat.

Ex-Bayern-Star Alabas teurer Verletzungsfluch

Für den 33-jährigen Abwehrspieler, der von 2008 bis 2021 für den FC Bayern München spielte, ist es der nächste Rückschlag in einer scheinbar endlosen Kette von Verletzungen. Seit seinem Kreuzbandriss im Dezember 2023 kommt Alaba nicht mehr richtig auf die Beine. In der abgelaufenen Saison folgten eine Adduktorenverletzung und ein Meniskusriss.

Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern

Torhüter Manuel Neuer hat hingegen noch einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026.
Genau wie Nationalspieler Leon Goretzka. Dieser galt in der vergangenen Saison als möglicher Abschiedskandidat beim FCB, kämpfte sich jedoch zurück und war in der Meistersaison ein wichtiger Faktor.
Serge Gnabry hat ebenfalls einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026. Der Flügelspieler lief in der abgelaufenen Saison jedoch seinen eigenen Erwartungen hinterher. (7 Tore, 8 Vorlagen)
Der flexibel einsetzbare Raphaël Guerreiro hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis zum 30.06.2026.
Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern

Die Auswirkungen dieser Verletzungsserie sind gravierend. In der Saison 2024/25 kam Alaba lediglich 14-mal für Real Madrid zum Einsatz. „David wird noch etwas Zeit brauchen. Wir gehen Schritt für Schritt, aber wir müssen noch ein bisschen warten“, erklärte Real-Trainer Xabi Alonso vor dem letzten Gruppenspiel gegen Salzburg.

Millionenschweres Alaba-Dilemma für Real Madrid

Alabas anhaltende Verletzungsprobleme stellen den Verein vor ein kostspieliges Dilemma. Der Österreicher kassiert ein Jahresgehalt von schätzungsweise knapp 20 Millionen Euro. Angesichts seiner geringen Einsatzzeiten erweist sich dies als teure Investition für die Königlichen.

Real Madrid hat bereits reagiert und für Alabas Position den 20-jährigen Dean Huijsen für 60 Millionen Euro verpflichtet. Der in Amsterdam geborene Spanier spielte in den drei Gruppenspielen des spanischen Rekordmeisters bei der Klub-WM durch und könnte Alaba langfristig ersetzen. Im März kursierten zudem konkrete Abgangsgerüchte um Alaba.

Ex-Bayern-Star David Alaba hat immer wieder mit verletzungen zu kämpfen.

Zukunft von Ex-Bayern-Star Alaba weiter offen

Durch die anhaltende Verletzungsmisere hat Alaba seinen Stammplatz bei Real verloren. Er ist aktuell hinter Antonio Rüdiger, Raul Asencio, Eder Militao und Neuzugang Dean Huijsen nur noch Innenverteidiger-Option Nummer fünf.

Eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus gilt als ausgeschlossen. „Details, auch zur erwarteten Ausfallzeit des 33 Jahre alten Abwehrspielers, nannte Real nicht“, berichtet Sky Sport. Diese Ungewissheit nährt Spekulationen über Alabas langfristige Zukunft im Verein.

Für David Alaba und Real Madrid steht viel auf dem Spiel. Der österreichische Nationalspieler muss schnellstmöglich zu alter Form zurückfinden, um seinen Platz im Team zu rechtfertigen. Gleichzeitig muss der Verein abwägen, wie lange er bereit ist, für einen Spieler zu zahlen, der mehr Zeit auf der Behandlungsbank als auf dem Spielfeld verbringt. (fpt)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Maciej Rogowski

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare