Besondere Rolle
Ex-Bundestrainer Klinsmann übernimmt neuen Job bei WM 2026
Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird bei der WM 2026 eine ungewohnte Rolle übernehmen und für die FIFA in einer technischen Studiengruppe mitwirken.
Von 2004 bis 2006 war Jürgen Klinsmann Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft und begleitete als solcher das Sommermärchen bei der Heim-WM 2006. 20 Jahre später wird der heute 61-Jährige erneut an der Weltmeisterschaft mitwirken – jedoch nicht als Trainer. Stattdessen wirkt Klinsmann bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) in der technischen Studiengruppe der FIFA mit.
Das Ziel des Gremiums ist es, alle 104 Spiele des Turniers genau zu analysieren und das Verständnis für den modernen Fußball zu verbessern. Neben Klinsmann sind einige weitere Fußball-Größen wie Otto Addo, Jon Dahl Tomasson, Paulo Wanchope und Pablo Zabaleta Teil der Arbeitsgruppe, die vom langjährigen Arsenal-Coach Arsène Wenger angeführt wird.
Klinsmann bei WM 2026 in neuer Rolle dabei
Wenger, der beim Weltverband als Direktor für globale Fußballförderung tätig ist, erklärte in einer Mitteilung, die Gruppe wolle „Trends im Fußball erkennen, künftige Generationen über die Entwicklungen im Fußball aufklären und dazu beitragen, den Sport spannender zu machen, indem sie verdeutlicht, welche Qualitäten Spieler in Zukunft brauchen“.
Neben ihren prominenten Köpfen besteht die technische Studiengruppe aus einer Vielzahl von Datenwissenschaftlern, Dateningenieuren, Leistungs- und Fußballanalysten. Die FIFA kündigte an, die Spiele der Endrunde in diesem Jahr mit den „modernsten Statistiken und Leistungsdaten in der WM-Geschichte“ bereichern zu wollen.
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Die Mitglieder des Gremiums um Klinsmann sind außerdem dafür verantwortlich, die Gewinner verschiedener Turnierauszeichnungen (bester Spieler, bester Torwart, bester Nachwuchsspieler …) zu bestimmen. FIFA-Fußballexperte Pascal Zuberbühler und Tom Gardner, Leiter der Abteilung für Fußballleistungsanalyse und -daten, sollen das Gremium in leitender Funktion betreuen.
Für Klinsmann, der zuletzt mit einem skurrilen WM-Tipp überraschte, ist die Aufgabe im neuen FIFA-Gremium nicht die erste abseits des Trainerjobs. Für den FC Toronto wirkte er von 2010 bis 2011 als Berater des Managements. Von 2013 bis 2016 war er neben seiner Rolle als Nationaltrainer auch als Technischer Direktor der USA beschäftigt und 2019 wirkte er für wenige Wochen im Aufsichtsrat von Hertha BSC mit. (mbo)
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