Poker um Abwehr-Star

FC Bayern auf der Jagd nach echtem Transfer-Schnäppchen

Marc Guehi erregt großes Interesse bei Topklubs. Der FC Bayern beteiligt sich am Transfer-Poker. Der Innenverteidiger könnte im Sommer ablösefrei kommen.

München – Der FC Bayern München wittert eine seltene Gelegenheit auf dem Transfermarkt. Marc Guehi von Crystal Palace steht im Fokus der Münchner Verantwortlichen, nachdem der englische Nationalspieler nur noch bis Sommer unter Vertrag steht. Der 25-jährige Innenverteidiger könnte ablösefrei wechseln und damit zu einem echten Schnäppchen werden. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

Basteln bereits an Transfers für den nächsten Bayern-Kader: Christoph Freund und Max Eberl.

Wie der Mirror berichtet, entwickelt sich um Guehi ein regelrechtes Tauziehen zwischen europäischen Topklubs. Liverpool und Manchester City aus der Premier League gelten als Hauptinteressenten, doch auch internationale Schwergewichte wie Real Madrid, Barcelona und Inter Mailand haben den Abwehrchef auf dem Zettel. Der FC Bayern wurde bereits vom Daily Star in die Verlosung um den 25-fachen Nationalspieler Englands gebracht.

Guehi-Transfer: Bayern München gegen Premier-League-Elite

Der gescheiterte Wechsel zu Liverpool im vergangenen Sommer macht Guehi nun zu einem begehrten Objekt. Rund 40 Millionen Euro Ablöse standen damals im Raum, doch Crystal Palace verhinderte den Abgang seines Kapitäns in letzter Minute. Ausländische Vereine könnten ab dem 1. Januar 2026 bereits Vorgespräche mit Guehi führen und einen Vorvertrag aushandeln. Dies verschafft Klubs wie dem FC Bayern einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Premier League-Konkurrenz.

Bayern-Insider Christian Falk bestätigt das Interesse der Münchner: „Ein Spieler wie Marc Guehi wäre eine ideale Option“. Der Transfer-Experte sieht Parallelen zum erfolgreichen Olise-Deal: „Sie haben bereits gesehen, dass eine Verpflichtung von Crystal Palace mit Michael Olise sehr gut funktioniert hat“. Tatsächlich könnte es in München zu einem Wiedersehen der beiden ehemaligen Teamkollegen kommen. Aber: Bereits vor kurzem schaute der FC Bayern weg und ein Premier-League-Gigant holte einen Olise-Kumpel.

Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern

Torhüter Manuel Neuer hat hingegen noch einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026.
Genau wie Nationalspieler Leon Goretzka. Dieser galt in der vergangenen Saison als möglicher Abschiedskandidat beim FCB, kämpfte sich jedoch zurück und war in der Meistersaison ein wichtiger Faktor.
Serge Gnabry hat ebenfalls einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2026. Der Flügelspieler lief in der abgelaufenen Saison jedoch seinen eigenen Erwartungen hinterher. (7 Tore, 8 Vorlagen)
Der flexibel einsetzbare Raphaël Guerreiro hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis zum 30.06.2026.
Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern

Guehi absolvierte in dieser Saison bislang jede Pflichtspielminute für Crystal Palace und führte die Londoner als Kapitän an. In der vergangenen Spielzeit gewann er mit dem Klub überraschend den FA Cup unter dem ehemaligen Frankfurter und Wolfsburger Trainer Oliver Glasner. Seine Konstanz und Führungsqualitäten machen ihn zu einem attraktiven Kandidaten für Topvereine.

Die Münchner Transferstrategie bei Innenverteidigern hat sich bereits bewährt. Mit Jonathan Tah holte der FC Bayern im vergangenen Sommer quasi ablösefrei einen deutschen Nationalspieler, auch wenn für den vorzeitigen Wechsel vor der Klub-WM noch eine Ablöse fällig wurde. Tah unterschrieb einen Vertrag bis 2029, nachdem sein Kontrakt in Leverkusen ausgelaufen war.

Vincent Kompany setzt in der Innenverteidigung aktuell auf Dayot Upamecano und Neuzugang Tah als Stammduo. Minjae Kim fungiert meist als Backup, während Hiroki Ito verletzungsbedingt ausfällt. Ein Spieler wie Guehi würde die Defensive weiter verstärken und mehr Optionen in der Rotation bieten. Zumal der Vertrag von Upamecano im Sommer 2026 ebenfalls ausläuft und Kim als Verkaufskandidat gilt.

Sorgt der FC Bayern mit Transfer-Schnäppchen für Wiedersehen mit Michael Olise?

Der Poker um Guehi verspricht spannend zu werden. Während Liverpool und Manchester City mit der Premier League-Erfahrung des Spielers punkten können, lockt der FC Bayern mit der Aussicht auf ein mögliches Wiedersehen mit Michael Olise. Der französische Flügelspieler wechselte 2024 für 53 Millionen Euro von Crystal Palace nach München und entwickelte sich schnell zu einem Leistungsträger. Ein ähnlicher Karrieresprung könnte auch Guehi in der Allianz Arena gelingen. (ck)

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/DeFodi Images/Imago

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