Der bayerische Dominoeffekt
FC Bayern gab Startschuss für Transfer-Kettenreaktion um Woltemade
Was haben Luis Díaz, Nick Woltemade und Alexander Isak gemeinsam? Sie alle wechselten im Sommer 2025 den Verein. Der FC Bayern setzte den Startschuss.
München – Es ist eine der faszinierendsten Geschichten des Sommertransferfensters 2025: Wie der FC Bayern eine Kettenreaktion auf dem Transfermarkt auslöste, die am Ende dazu führte, dass Nick Woltemade für eine Rekordablöse von 90 Millionen Euro zu Newcastle United wechselte.
Alles begann mit dem Scheitern der Bayern-Bosse. Eigentlich sollte Florian Wirtz das neue Gesicht des deutschen Rekordmeisters werden. Doch der deutsche Nationalspieler entschied sich für Liverpool. Auch andere Wunschkandidaten wie Nico Williams und Bradley Barcola ließen die Münchner abblitzen.
FC Bayern setzte mit Díaz-Transfer Startschuss für Kettenreaktion
Unter Druck geraten, schwenkte Sportvorstand Max Eberl um. Ein großer Name musste her. Die Wahl fiel auf Luis Díaz von Liverpool – für stolze 75 Millionen Euro. Díaz selbst trieb den Transfer voran. Bei Liverpool verdiente der Kolumbianer nur kolportierte 64.000 Euro pro Woche – zu wenig für einen Spieler seines Kalibers.
Die Vertragsverhandlungen mit den Reds waren ins Stocken geraten. Bayern bot ihm hingegen taxierte 14 Millionen Euro pro Saison – eine Verdreifachung seines Gehalts. Für Liverpool war der Verkauf des 28-Jährigen ein „großartiges Geschäft“, wie Trainer Arne Slot betonte.
Vereinzelte Coups und viele Flops: Max Eberls Transferbilanz spricht Bände




Doch der Deal hatte eine tiefere strategische Dimension: Liverpool rüstete in diesem Sommer namhaft und teuer nach. Um diese Ausgaben zu stemmen, waren Transfererlöse unerlässlich. Am Ende des Transferfensters stehen 480 Millionen Euro für Neuzugänge und 220 Millionen Euro für Verkäufe. Díaz war mit 75 Millionen Euro der Top-Verkauf – und daher essenziell, um Neuzugänge wie Alexander Isak zu refinanzieren.
Isak-Transfer zu Liverpool auch dank Díaz-Millionen
Am Stichtag des Transferfensters holten die Reds den Ex-BVB-Stürmer für eine britische Rekordablöse von 144 Millionen Euro von Newcastle United. Der Schwede hatte zuvor massiven Druck ausgeübt: Isak trainierte separat und erklärte, nie wieder für Newcastle auflaufen zu wollen.
Liverpool wartete geduldig auf zwei Bedingungen: Dass Isaks Verhalten seine Position unhaltbar machte und dass Newcastle einen Ersatz fand. Beide Bedingungen wurden erfüllt. Newcastle ließ Isak erst ziehen, nachdem ein Nachfolger verpflichtet war. Die Wahl fiel auf Woltemade – ausgerechnet jenen Spieler, den Bayern zuvor nicht holen konnte.
Zusätzlich zu Díaz wollten die Bayern auch noch Woltemade vom VfB Stuttgart verpflichten, schreckten jedoch vor der hohen Forderung der Schwaben zurück. Ein Angebot von 65 Millionen Euro reichte nicht aus. Die 90-Millionen-Offerte von Newcastle hingegen schon.
Die Chronologie ist eindeutig: Woltemades Transfer wurde am 30. August bekannt gegeben, Isaks erst am 1. September abgeschlossen – Díaz‘ Wechsel bereits am 30. Juli.
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