Festgefahrene Verhandlungen
FC Bayern kann sich im Poker um Woltemade-Transfer wohl beim BVB „bedanken“
FC Bayern und Woltemade streben eine Zusammenarbeit an – doch der VfB Stuttgart bremst den Transfer. Die Stuttgarter haben aus früheren Abgängen gelernt.
München – Die Transfer-Saga rund um Nick Woltemade entwickelt sich zur Hängepartie des Sommers. Der 23-jährige Nationalspieler hat sich bereits klar für einen Wechsel zum FC Bayern ausgesprochen, doch sein aktueller Verein VfB Stuttgart stellt sich bislang quer – und das aus gutem Grund. Wie die Bild berichtet, spielen dabei auch die Ereignisse des vergangenen Sommers und der BVB eine nicht unwesentliche Rolle.
Denn im Sommer 2024 musste der VfB Stuttgart mehrere Leistungsträger aufgrund günstiger Ausstiegsklauseln ziehen lassen: Serhou Guirassy und Waldemar Anton wechselten zu Borussia Dortmund, Hiroki Ito zog es zum FC Bayern. Die Deals kamen für die Schwaben wegen der Ausstiegsklauseln ohne echte Verhandlungsmöglichkeiten zustande – eine Erfahrung, aus der die Klubführung um Manager Fabian Wohlgemuth offenbar gelernt hat.
Woltemade-Transfer: FC Bayern beißt sich an Stuttgart die Zähne aus
Für Nick Woltemade, der im vergangenen Jahr ablösefrei von Werder Bremen kam, wurde deshalb bewusst keine Ausstiegsklausel in den neuen Vertrag aufgenommen. In Branchenkreisen dürfte man überrascht sein, dass der Woltemade-Berater keine festgeschriebene Klausel durchsetzen konnte – zumal der Spieler ablösefrei war, was in der Regel eine bessere Ausgangslage bedeutet.
Marktwertnahe oder sogar überhöhte Summen wie 25, 30 oder gar 35 Millionen Euro hätten möglich sein können. Doch Wohlgemuth blieb hart – und diese Standfestigkeit zahlt sich nun aus: Guirassy etwa wechselte trotz 28 Ligatoren für nur 18 Millionen Euro zum BVB – weit unter seinem damaligen Marktwert von 40 Millionen.
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Kommt es im Woltemade-Poker noch zu einer Einigung?
Die Bayern haben laut Bild mittlerweile ein Angebot über 50 Millionen Euro plus 5 Millionen Euro an möglichen Boni vorgelegt – doch das reicht dem VfB nicht. Die Schwaben fordern offenbar mindestens 65 Millionen Euro für ihren Offensivmann. VfB-Boss Alexander Wehrle erklärte zuletzt: „Wir wollen mit Nick in die nächste Saison gehen – und wenn etwas Außergewöhnliches passiert, sind wir bereit, uns an einen Tisch zu setzen.“
Vertraglich ist die Situation eindeutig: Woltemade ist bis 2028 an den VfB gebunden, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Der FC Bayern bleibt dennoch optimistisch, weiterhin auf eine Einigung mit dem Spieler und dem Verein hinzuarbeiten. Doch je näher das Ende der Transferperiode rückt, desto größer wird der Druck – vor allem in München. (BenHot)
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