Gescholtener Sportvorstand

FC Bayern: Rummenigge und Hoeneß mit identischer Botschaft an Max Eberl

Max Eberl muss sich gegen zahlreiche Kritiker verteidigen. Karl-Heinz Rummenigge möchte ihm mit gut gemeinten Ratschlägen unter die Arme greifen.

München – Als Sportvorstand des FC Bayern ist der Alltag von Max Eberl nicht immer leicht. Vor wenigen Wochen kassierte er von Klub-Patron Uli Hoeneß einige Spitzen, wurde unter anderem als empfindlich bezeichnet. Für Karl-Heinz Rummenigge, der am 25. September seinen 70. Geburtstag feiert, ist klar: Gute Ratschläge können Eberl helfen.

Karl-Heinz Rummenigge verteilt Ratschläge an Max Eberl.

Hoeneß hatte im „Doppelpass“ angemerkt: Er und Karl-Heinz Rummenigge würden sich nur dann vollständig zurückziehen, wenn sie das Gefühl hätten, dass die richtigen Leute beim FCB an den richtigen Stellen eingesetzt seien. Viele sahen darin einen versteckten Hinweis, dass man Max Eberl den Job als Sportvorstand nicht zutrauen würde.

Rummenigge gibt Sportvorstand Eberl gut gemeinten Ratschlag

Für Rummenigge ist, das verrät er im großen Interview mit dem Münchner Merkur, wichtig, dass an der Säbener Straße kontinuierlich gearbeitet werden kann. „Der FC Bayern war immer am erfolgreichsten, wenn es in der Führungsetage Kontinuität gab. Der operative Bereich muss laufen“, so der 69-Jährige.

Wie bewertet er die Arbeit von Max Eberl? Rummenigge will sich nicht richtig in die Karten schauen lassen, nimmt den Sportvorstand allerdings auch ein wenig in die Pflicht. „Bei Max Eberl ist wichtig, dass er sich mit den Ratschlägen, die er hin und wieder von Uli oder auch von mir bekommt, auch positiv auseinandersetzt.“

Matthäus nur der Letzte: Fehden von Uli Hoeneß haben beim FC Bayern lange Tradition

Uli Hoeneß leitet seit Jahrzehnten die Geschicke des FC Bayern München. In dieser Zeit hat der Bayern-Patron schon häufig mit seinen Äußerungen für Ärger gesorgt.
Jüngstes Beispiel ist die Fehde mit TV-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Die Wurzeln des Streits liegen im Bayern-Transferpoker um Nick Woltemade.
Matthäus hatte dem ehemaligen VfB-Stürmer einen Marktwert von 80 bis 100 Millionen Euro attestiert. Hoeneß reagierte daraufhin mit der Beleidigung, Matthäus habe „nicht alle Tassen im Schrank“. Kurze Zeit später legte er nach: „Wir haben uns wenig zu sagen, weil ich festgestellt habe, dass er noch keine neue Tasse gefunden hat“.
Das konnte Matthäus wiederum nicht auf sich sitzen lassen. In seiner Sky-Kolumne erwiderte er:  „Das meiste von dem, was Uli gesagt hat, habe ich als peinlich empfunden.“
Matthäus nur der Letzte: Fehden von Uli Hoeneß haben beim FC Bayern lange Tradition

Obwohl Uli Hoeneß als Ehrenpräsident keine offizielle Tätigkeit in der aktuellen Führungsetage mehr ausübt, hat sein Wort Gewicht beim deutschen Rekordmeister. Für Max Eberl ist das natürlich nichts Neues, doch da es zuletzt auch immer wieder Gerüchte um Markus Krösche und ein mögliches Engagement an der Isar gab, dürften die Diskussionen nicht spurlos an ihm vorbeigehen.

Wie schätzt Rummenigge die Zukunft unter Eberl ein? Der baldige Jubilar will nicht so richtig herausrücken mit einer Antwort und sagt: „Es ist noch nicht alles erledigt, aber wir sind wieder auf einem guten, richtigen Weg angelangt.“ Ein flammendes Plädoyer pro Max Eberl klingt irgendwie anders. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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