Wiedersehen mit zwei Bekannten

FC Bayern testet gegen Olympique Lyon: Wiedersehen mit zwei Ex-Münchnern

Der FC Bayern begrüßt zum Testspiel am Samstag Olympique Lyon. Bei den Franzosen herrschten zuletzt unruhige Zeiten. Zwei Bekannte kehren zurück.

München – Der FC Bayern startet mit seinem ersten Testspiel in die Vorbereitung zur Saison 2025/26. Gegner ist Olympique Lyon, Anstoß ist am Samstag um 15.30 Uhr in der Allianz-Arena (alle TV-Infos) Bei den Franzosen sind zwei alte Bekannte des FC Bayern zu sehen. Corentin Tolisso spielte von 2017 bis 2022 beim FC Bayern. Allerdings war seine Zeit in München geprägt von Verletzungen, 2022 kehrte er nach Lyon zurück.

Spielte einst beim FC Bayern: Corentin Tolisso.

„Als ich zu OL zurückkehrte, war ich ein bisschen verloren. Ich war zurück bei OL, okay - aber was ist der nächste Schritt? (...) Warum will ich gut sein? Ich hatte eine Zeit lang Probleme, Antworten auf diese Fragen zu finden“, verriet Tolisso der L‘Equipe. Mittlerweile ist der Franzose aber wieder Leistungsträger bei OL, das auf unruhige Zeiten zurückblickt.

Olympique Lyon klagt erfolgreich gegen Zwangsabstieg

Das Finale der Europa League wurde gegen Manchester United knapp verfehlt, dann qualifizierte sich Lyon im Schlussspurt der Ligue 1 erneut für den Wettbewerb. Allerdings hat der Klub finanzielle Probleme und gehört einem Konsortium des Investors John Textor an (Eagle Football Holding), was die Lage nicht einfach macht. Die Ligue 1 verbannte den Traditionsklub aufgrund finanzieller Verstöße in die 2. Liga.

Lyon klagte jedoch erfolgreich dagegen und konnte darlegen, über ausreichend finanzielle Mittel für die anstehende Saison zu verfügen. Erfolgsgarant für Lyon bei dem juristischen Verfahren war Michael Gerlinger. Das Sprachen-Talent war von 2005 bis 2023 beim FC Bayern Chefjustiziar sowie Direktor der Rechtsabteilung und prägte die erfolgreichste Epoche des Rekordmeisters mit. Gerlinger führte auch Transferverhandlungen für die Münchner und hat noch sehr viele Freunde aus seiner Bayern-Zeit.

Spätstart, Fanliebling und Familiendrama – das Leben von Bayern-Königstransfer Luis Diaz

Luis Diaz stammt aus dem indigenen Volk der Wayuu und wurde erst 2015 im Alter von 18 Jahren bei einem Turnier von Scouts entdeckt. Er unterschrieb seinen ersten Vertrag beim kolumbianischen Zweitligisten Barranquilla FC.
Wie viele kolumbianische Fußballer war James Rodríguez auch für Luis Diaz ein großes Vorbild. Auf Instagram postete er stolz ein Bild von ihm und dem Superstar des Landes.
Nach nur einer Saison folgte der Wechsel zu Atletico Junior. Da Barranquilla FC sowieso nur das Farm-Team des Klubs war, gab es keine Hürden für den Aufstieg von Diaz in die erste kolumbianische Liga. Diaz entwickelte sich langsam zum Stammspieler und zeigte, warum die Scouts in damals so interessant fanden.
Diaz im Kolumbien-Trikot.
Spätstart, Fanliebling und Familiendrama – das Leben von Bayern-Königstransfer Luis Diaz

Seit März 2024 ist Gerlinger nun aber bei der Eagle Football Group als Chief Sports Officer für Olympique Lyon (Frankreich), Botafogo Rio de Janeiro (Brasilien) und RDW Molenbeek (Belgien) verantwortlich. Im exklusiven Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, verriet Gerlinger zuletzt, wie er zu seiner neuen Aufgabe kam.

„Nach meinem Abschied vom FC Bayern war ich gedanklich schon in der MLS. Als mich dann John Textor angesprochen und mir das Modell genauer aufgezeigt hat, haben mir seine Philosophie, die Strategie und die Zusammenstellung der Klubs sehr gut gefallen“, so Gerlinger, der ausführte:

„Vor allem, dass neben den Klubs in Europa auch ein großer Klub in Brasilien dazu gehört, der sehr viel Potenzial besitzt und anders als andere Klubs nicht nur die Ausbildung, sondern auch Titel im Sinn hat, hat mich gereizt. John stellt den sportlichen Erfolg bei allen Vereinen in den Mittelpunkt und auch deswegen habe ich mich für den Wechsel entschieden.“

Gerlinger: FC Bayern zählt zu den Top Vier in Europa

Über den FC Bayern denkt Gerlinger weiter sehr positiv. Auf die Frage, ob der FC Bayern für ihn zu den Top Vier oder den Top Acht in Europa zähle, antwortete der 52-Jährige: „Normalerweise würde ich mir jetzt kein Urteil anmaßen, weil ich es inzwischen aus der Ferne betrachte. Doch diese Frage würde ich dann schon mit Top Vier beantworten.“

Der FC Bayern ist nun trotzdem gewarnt. Nach drei Wochen Urlaub befinden sich die Münchner erst seit dieser Woche im Training. Lyon ist dagegen schon weiter in der Vorbereitung fortgeschritten und hat zuletzt das Testspiel beim Hamburger SV mit 4:0 gewonnen.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

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