Nach vier Jahren Leidenszeit

Transfer-Flop offiziell verabschiedet: Letzter Bayern-Traum scheint klar

Nach vier Jahren FC Bayern ist im Sommer Schluss. Zuvor will sich Bouna Sarr aber noch einen großen Traum erfüllen – bevor ein neues Kapitel beginnt.

Update vom 13. Mai, 11 Uhr: Bouna Sarr wurde am Sonntagabend offiziell vom FC Bayern verabschiedet. Vor dem letzten Bundesliga-Heimspiel der Saison gegen den VfL Wolfsburg wurde der senegalesische Nationalspieler auf dem Rasen der Allianz Arena geehrt. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund überreichten Sarr ein Geschenk des Vereins und dankten ihm für seinen Einsatz für den FC Bayern. Auch Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting verlässt den Verein nach vier Jahren.

„Wir danken Eric Maxim Choupo-Moting und Bouna Sarr für vier sehr erfolgreiche gemeinsame Jahre. Beide haben ihren Beitrag geleistet, dass der FC Bayern in dieser Zeit drei Mal Meister werden konnte und die Klub-WM sowie den deutschen Supercup holte. Der FC Bayern wünscht beiden für ihre Zukunft alles Gute!“, wird Eberl auf der Website des deutschen Rekordmeisters zitiert.

FC Bayern verabschiedet Bouna Sarr in der Allianz Arena – Gänsehaut-Botschaft an die Fans

Sarr wendet sich mit einer emotionalen Botschaft an Verein und Fans: „Ich bin glücklich, dass ich vier Jahre Teil dieses großen Vereins und der FC Bayern-Familie gewesen bin. Ich möchte mich beim gesamten Club und seinen fantastischen Fans für die Unterstützung bedanken. Für die Zukunft wünsche ich dem FC Bayern alles Gute. Ich werde diesen Verein immer in meinem Herzen tragen.“

Sarr absolvierte 33 Pflichtspiele für die Bayern, in denen dem Außenverteidiger ein Tor und vier Assists gelangen. Ob sein Traum, noch einmal im Bayern-Trikot aufzulaufen, in Erfüllung geht, bleibt abzuwarten. Der 32-Jährige war erst am Freitag nach seinem Kreuzbandriss ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Erstmeldung vom 11. Mai: München – Den FC Bayern trifft es in diesen Tagen knüppeldick. Das bittere Aus gegen Real Madrid im Halbfinale der Champions League schmerzt den ganzen Verein auch Tage danach noch sehr. Dazu kommt die erneute Verletzung von Serge Gnabry, der seine Teilnahme bei der EM in Deutschland wohl abhaken kann. Jetzt gab es zur Abwechslung aber auch mal wieder positive Neuigkeiten von der Säbener Straße.

Millionen-Flop vor ablösefreiem Abschied: Letzter Bayern-Traum scheint klar

Bouna Sarr und Sacha Boey (Muskelbündelriss) sind ins Mannschaftstraining des FC Bayern zurückgekehrt. Die frohe Botschaft verkündete der deutsche Rekordmeister am Freitag. Vor allem für Sarr geht damit eine monatelange Leidenszeit zu Ende.

Sarr erholte sich in Rekordzeit von einem Kreuzbandriss – alles für seinen letzten Bayern-Traum. Der Außenverteidiger will sich offenbar unbedingt noch einmal das FCB-Trikot überstreifen. Ende November letzten Jahres hatte er sich die schwere Verletzung zugezogen, jetzt steht er wieder auf dem Platz.

Noch einmal für den FC Bayern auflaufen: Bouna Sarr träumt von einem Abschied im FCB-Trikot – an der Seite von Manuel Neuer und Harry Kane.

Millionen-Missverständnis beim FC Bayern: Sarr wünscht sich versöhnlichen Abschied im FCB-Trikot

Das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (12. Mai) dürfte für Sarr noch zu früh kommen, eine Woche später bei der TSG Hoffenheim könnte es dann so weit sein. Sollte es tatsächlich noch einmal mit einem Einsatz klappen, wäre das ein versöhnliches Ende eines vierjährigen Missverständnisses zwischen Sarr und dem FC Bayern.

Der senegalesische Nationalspieler brachte in München seit seinem Wechsel im Oktober 2020 keinen Fuß auf den Boden, kam wettbewerbsübergreifend gerade einmal auf 33 Einsätze. Die Bayern zahlten dafür einen hohen Preis: Acht Millionen Euro Ablöse und ein kolportiertes Jahresgehalt von zwei bis drei Millionen Euro.

Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Bouna Sarr sitzt Bayern-Vertrag aus – Freude über Rückkehr

Was zunächst nur eine Befürchtung war, hat sich mittlerweile bewahrheitet: Sarr sitzt seinen Vertrag beim FC Bayern aus. Allerdings muss man dem gebürtigen Lyoner zugutehalten, dass er sich trotz zahlreicher Verletzungen immer wieder zurückgekämpft hat.

„Ich freue mich wirklich wieder im Teamtraining zu sein!“, schrieb Sarr am Freitagabend auf Instagram. Es war ein harter Kampf... Danke an alle im Club, die mir in dieser Zeit geholfen haben“. Ein besonderer Dank ging an Rehatrainer Simon Martinello, der ihn wieder fit gemacht hat.

Bouna Sarr verlässt den FC Bayern ablösefrei: Transfer-Ziel scheint klar

Und nach dem Bayern-Abschied? Das Millionen-Missverständnis wird den FC Bayern im Sommer ablösefrei verlassen und vermutlich in sein Geburtsland Frankreich zurückkehren. Wie Foot Mercato berichtet, gibt es für Sarr mehrere Interessenten aus der Ligue 1. Wohin es ihn letztendlich genau verschlagen wird, stand zunächst nicht fest.

Rubriklistenbild: © Revierfoto/Imago

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare