Trio trainiert nur individuell

Frauen-EM: Bundestrainer kämpft vor Spanien-Spiel mit Personalengpässen

Bei der Frauen-EM kämpft Deutschland am Mittwoch im Halbfinale gegen Spanien. Wie meistert Bundestrainer Christian Wück die zunehmenden Personalsorgen?

Schweiz – Es geht gegen die derzeit wohl beste Mannschaft der Welt, da braucht es die absolute Bestbesetzung. Das DFB-Team weiß, was für ein Gegner da im EM-Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr – alle TV-Infos hier) wartet. Bundestrainer Christian Wück aber muss vor dem Kracher gegen Spanien Zweckoptimismus verbreiten, die Personalsorgen nämlich nehmen weiter Fahrt auf.

Vor Spanien-Kracher bei Frauen-EM werden Personalsorgen größer

Klar ist: Kathrin Hendrich, im Viertelfinale gegen Frankreich nach sehr unüberlegter Aktion mit Rot vom Platz geflogen, fehlt. Kürzlich dann die nächste Hiobsbotschaft: Sarai Linder hat sich verletzt, steht gegen Spanien ebenfalls nicht zur Verfügung. Die Diagnose: Kapsel-Band-Verletzung am linken Sprunggelenk.

Bundestrainer Wück nominiert Kader für EM 2025: Diese 23 Spielerinnen sind dabei

Nach dem Rücktritt von Merle Frohms im Jahr 2024, etablierte sich Ann-Katrin Berger etwas überrascht als neue Nummer 1. Seitdem konnte die 34-Jährige nicht mehr verdrängt werden. Ihre Erfahrung und Stärke auf der Linie geben dem deutschen Team Sicherheit. Im Aufbau, kann sie noch etwas zulegen.
Ihre Vertreterin wird die 25-jährige Stina Johannes sein. In der Bundesliga machte sie sich bei Eintracht Frankfurt einen Namen. Für die A-Nationalmannschaft durfte sie bereits drei Mal zwischen den Pfosten stehen.
Ebenfalls mit dabei ist Ena Mahmutovic. Die 21-Jährige gilt als äußerst talentiert und wird aller Voraussicht nach die zweite Ersatzkeeperin im Kader von Christian Wück.
Natürlich ist auch Giulia Gwinn dabei. Die 25-Jährige übernahm nach dem Rücktritt von Alexandra Popp die Kapitänsbinde beim DFB-Team. Gwinn gilt als unangefochtene Stammkraft auf der rechten Abwehrseite. Neben der Defensivarbeit schaltet sie sich immer wieder auch in Offensivaktionen ein.
Bundestrainer Wück nominiert Kader für EM 2025: Diese 23 Spielerinnen sind dabei

Die jüngsten Trainingseindrücke des DFB-Teams werfen jetzt neue Fragen auf. Bundestrainer Christian Wück nämlich vermisste ein Trio, Rebecca Knaak, Franziska Kett und Giovanna Hoffmann konnten nur eine individuelle Einheit absolvieren. Wie schlimm steht es um die drei, sind weitere Ausfälle zu befürchten?

Bundestrainer Wück muss durch Personalsorgen improvisieren

Der DFB versucht umgehend, leichte Entwarnung zu geben. So sei das individuelle Training von Knaak, Kett und Hoffmann auf die Belastungen des EM-Viertelfinales gegen Frankreich zurückzuführen, hier standen die deutschen Mädels über 120 Minuten samt Elfmeterschießen auf dem Platz.

Mit nur 25 Prozent Ballbesitz mussten die Deutschen ein immenses Laufpensum absolvieren, das hat Spuren hinterlassen. Für Bundestrainer Christian Wück bleibt natürlich zu hoffen, dass das Trio um Knaak bis Mittwoch tatsächlich wieder fit ist.

Vor dem Halbfinale der Frauen-WM plagen Bundestrainer Christian Wück Personalsorgen.

DFB-Team nicht in bester Besetzung gegen Spanien

Die so wichtige Sjoeke Nüsken nämlich kann auf Grund einer Gelb-Sperre nicht mit dabei sein. Nicht nur ein sportlicher Verlust, denn: Nüsken ist Vize-Kapitänin. Da bereits Giulia Gwinn (verletzt raus im ersten Gruppenspiel) fehlt, muss das DFB-Team qualitativ wie mental kräftig improvisieren, um die hochfavorisierten Spanierinnen in Verlegenheit bringen zu können. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Fotostand / Fantini

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