Von der Presse gefeiert
In der 97. Minute untermauert ter Stegen seine WM-Ambitionen
Der Einstand endet mit einem Ausrufezeichen: Marc-André ter Stegen steht bei seinem Girona-Debüt gleich im Mittelpunkt. Ganz am Ende kann er sich auszeichnen.
Den Sieg verpasst, die Fan-Herzen aber trotzdem auf Anhieb erobert: Das Debüt von Marc-André ter Stegen bei seinem neuen Verein hätte aus rein persönlicher Sicht nicht viel besser laufen können. Der vom FC Barcelona an den Ligakonkurrenten Girona ausgeliehene 33-Jährige bekam beim 1:1 gegen den FC Getafe im engen Abstiegskampf der spanischen Liga lange Zeit kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Dann aber kam die Heldentat mit der letzten Aktion des Spiels.
Girona hatte kurz zuvor in Person von Vitor Reis spät ausgeglichen (90.+4). Doch obwohl die vierminütige Nachspielzeit dann schon – weit – überschritten war, entschied Schiedsrichter Quintero in der 97. Minute noch einmal auf Freistoß für die Gäste. Der von der Mittellinie lang getretene Ball landete beim kurz zuvor eingewechselten Boselli. Und Getafes Uruguayer stand plötzlich völlig frei vor ter Stegen, der den Winkel herausragend verkürzte und parierte.
Spanische Presse feiert DFB-Torhüter ter Stegen nach Debüt für Girona
Dafür wurde der 33-Jährige von der spanischen Presse gefeiert. „Ter Stegen gibt den Ton an: eine Parade, die für Girona Gold wert ist“, schrieb etwa Sport. Und Mundo Deportivo zeilte: „Getafe stand kurz davor, in der letzten Spielaktion den Sieg zu erringen, doch dann tauchte ter Stegen auf und sorgte für Aufruhr auf den Tribünen.“
Ein wichtiger Punktgewinn für ter Stegen und sein neues Team, das zwar auf Platz neun rangiert, aber nur mickrige vier Punkte vor den Abstiegsplätzen liegt. Beim Gegentreffer durch Vazequez (59. Minute) war der Schlussmann im Übrigen komplett chancenlos, der Argentinier knallte den Schuss freistehend aus sieben Metern unter die Latte.
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Kurios wurde es derweil schon vor dem Spiel. Da der spanische Fußballverband eigentlich die Rückennummern 1, 13 und 25 für Torhüter vorgesehen hat, musste eine Sondergenehmigung für ter Stegen her. Alle drei Nummern sind beim FC Girona vergeben, weshalb der 33-Jährige die 22 trug – wie schon in früheren Zeiten bei der Nationalmannschaft.
Genau für diese will sich ter Stegen bei seiner Leihe empfehlen. Der Torwart hegt weiterhin große Ambitionen, nicht nur bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko dabei zu sein, sondern will unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wieder zur deutschen Nummer eins werden. Dafür ist Spielpraxis im Klub das A und O, wie Nagelsmann mehrfach betonte – und ter Stegen jetzt scheinbar liefern kann. (rele)
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