Punktebilanz
Gladbach zeigt beeindruckende Steigerung – und lässt dennoch zu wünschen übrig
Die Punkteausbeute von Borussia Mönchengladbach zeigt einen positiven Trend. Dennoch gibt es einen Aspekt, in dem die Fohlen nicht überzeugen.
Mönchengladbach – Als Borussia Mönchengladbach vergangene Saison im unteren Tabellendrittel der Bundesliga feststeckte, hatte die Mannschaft von Gerardo Seoane gegen Teams eines speziellen Kalibers große Probleme.
Gegen welche Gegner Gladbach in der Vorsaison strauchelte
Die Kellerkinder der Liga schmeckten Gladbach überhaupt nicht. Die Fohlen beendeten die Saison auch auf dem 14. Tabellenplatz, weil sie gegen den Tabellen-13. Mainz 05 sowie gegen die Mannschaften auf den Rängen 15 bis 18 – Union Berlin, VfL Bochum, 1. FC Köln und SV Darmstadt – gerade einmal zwei Siege einfuhren und neben sechs Unentschieden zwei Niederlagen kassierten.
Die Ausbeute von zehn Zählern war bedeutend zu wenig, insbesondere gegen die Absteiger Köln (1:3/3:3) und Darmstadt (3:3/0:0) enttäuschte Gladbach. Hätte sich die höhere individuelle Qualität durchgesetzt, wäre deutlich mehr drin gewesen – doch seinerzeit fehlten die mit Kevin Stöger, Tim Kleindienst und Philipp Sander verpflichteten Bausteine, die eine wichtige Rolle in der Weiterentwicklung in dieser Saison gespielt haben.
Gladbach überzeugt gegen Kellerkinder
Umso bemerkenswerter wirkt die von der Rheinischen Post aufgestellte Bilanz gegen die Kellerkinder in der laufenden Spielzeit. So fuhr Gladbach in bisher neun Spielen gegen die Mannschaften ab dem 13. Tabellenplatz neun Siege ein. Werden in den Rückspielen gegen St. Pauli. Holstein Kiel und 1899 Hoffenheim drei weitere Siege eingesackt, wird Borussia mit einer weißen Weste aus diesen Partien herausgehen.
Vor einem Jahr waren Pflichtaufgaben noch ein Albtraum, im März 2025 hingegen ist die Fohlen-Elf selbstbewusst genug, um diese Hürden zu meistern.
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Derweil fällt die Bilanz gegen die direkten Konkurrenten im negativen Sinne bemerkenswert aus. Hier verbucht Gladbach in zwölf Duellen nur sieben Punkte und schneidet im Vergleich mit den Bundesligisten zwischen den Tabellenplätzen drei und elf am schwächsten ab. Selbst Borussia Dortmund ist gegen die direkte Konkurrenz erfolgreicher (13 Punkte), die größte Erfolgsquote verzeichnet indes Mainz 05 (23 Punkte).
Ist Platz sieben das Maximum für Gladbach?
Diese Diskrepanz sorgt für Spannung im Endspurt um einen Europapokalplatz. Mit St. Pauli, Kiel und Hoffenheim warten einerseits drei Mannschaften jenes Kalibers auf Gladbach, bei dem drei Punkte am ehesten zu erwarten sind. Mit RB Leipzig, dem SC Freiburg, Dortmund und dem VfL Wolfsburg warten hingegen vier direkte Konkurrenten, gegen die Borussia besonders strauchelt. Und dann steht noch das Auswärtsspiel beim FC Bayern bevor.
Verpasst es Gladbach, in den Duellen mit Leipzig und Freiburg Big Points zu sammeln, erscheint eine Platzierung innerhalb der Top-Sechs unwahrscheinlich. Bei einem zur Teilnahme an der Conference League berechtigten siebten Platz bliebe indes zu hoffen, dass Bayer Leverkusen den DFB-Pokal gewänne. Damit ist alles für ein spannendes Restprogramm geboten.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn
