Kracher in der Champions League

Gleich sechs Topstars von Real Madrid zittern um Rückspiel gegen Bayern

Ein Abend unter Hochspannung wartet in der Champions League auf Real Madrid und den FC Bayern. Für bestimmte Spieler könnte er besonders teuer werden.

Wenn mit Real Madrid und dem FC Bayern zwei Giganten des europäischen Fußballs auf der ganz großen Europapokalbühne aufeinandertreffen, dann geht es nicht nur um Tore, sondern auch um die kleinen Details. Genau deswegen schiebt sich vor dem mit Spannung erwarteten Viertelfinal-Hinspiel am Dienstag (alle TV-Infos) ein besonderes Thema in den Vordergrund: die Gelb-Gefahr.

Gleich mehrere Schlüsselspieler von Real Madrid stehen vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Bayern vor einer Sperre – darunter auch die Superstars Kylian Mbappé (l.) und Vinícius Jr.

So gehen gleich sechs Profis der Madrilenen mit dem Rucksack einer möglichen Rückspiel-Sperre in dieses Duell. Kylian Mbappé, Vinícius Júnior, Jude Bellingham, Aurélien Tchouaméni und Dean Huijsen stehen bei zwei Verwarnungen, Álvaro Carreras sogar schon bei vier. Wer nun beim ersten Showdown in Madrid Gelb sieht, fehlt im Rückspiel in München.

Gleich sechs Topstars von Real Madrid droht eine Gelb-Sperre für das Viertelfinal-Rückspiel gegen Bayern

Die Brisanz liegt dabei nicht nur in der Zahl, sondern auch in der Qualität der betroffenen Spieler. Mit Mbappé und Vinícius Júnior wäre bei einer Sperre der offensive Kern der Königlichen stark durchlöchert, bei Bellingham, Tchouaméni, Carreras und Huijsen ginge Stabilität im Zentrum und in der Defensive verloren.

Nun geht es in einem Viertelfinale der Champions League jedoch nicht um Vorsicht in Zweikämpfen oder eine gewisse Schonhaltung im Spiel. Vielmehr dürfte das Hinspiel in der spanischen Hauptstadt ein intensives Kräftemessen zwischen zwei Teams auf Augenhöhe werden. „Wenn die Intensität hoch ist, kann immer etwas passieren“, betonte Bayern-Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Hinspiel folgerichtig. Die Königlichen wiederum spuckten bei der Medienrunde schon mal große Töne.

Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid

Real Madrid und der FC Bayern zählen zu den größten Klubs aller Zeiten. Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt weit zurück. Im Europapokal der Landesmeister 75/76 trafen beide Klubs im Halbfinale aufeinander.
Nach einem 1:1 im Hinspiel konnten die Bayern das Rückspiel im Olympiastadion durch einen Doppelpack von Gerd Müller mit 2:0 für sich entscheiden. Am Ende konten die Münchner auch den Henkelpott bejubeln.
Auch in den 80ern trafen beide Teams aufeinander. In der Saison 86/87 setzten sich die Bayern wieder durch, 87/88 konnten die Madrilenen den Rekordmeister erstmals herauskegeln.
Erst im Jahr 2000 sahen sich beide Teams wieder – und das ganze viermal. Denn damals gab es in der Champions League noch eine Zwischenrunde, bei der beide Teams aufeinandertrafen. Dort triumphierten die Bayern klar und deutlich, doch im Halbfinale flog man gegen Anelka und Co. unglücklich raus. Die Madrilenen setzten sich am Ende auch die Krone auf.
Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid

Auch aufseiten der Bayern besteht Gelb-Alarm – jedoch dürfte das Thema längst nicht mehr für so viel Aufsehen sorgen wie noch beim Achtelfinal-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo. Bei den Münchnern sind Konrad Laimer und Dayot Upamecano vorbelastet, beide würden bei einer weiteren Gelben Karte ebenfalls das Rückspiel verpassen.

Für Real wird die Lage vor dem Viertelfinale zusätzlich durch mehrere Ausfälle kompliziert. Torhüter Thibaut Courtois fehlt mit einem Muskelriss, Rodrygo mit einem Kreuzbandriss – zudem stehen Raúl Asencio und Dani Ceballos wegen Wadenproblemen nicht zur Verfügung. Gerade deshalb wiegt die Gelb-Problematik noch schwerer: Die Königlichen können sich kaum leisten, weitere Schlüsselspieler für das Rückspiel zu verlieren. (kus)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Alterphotos / Pressinphoto

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