Glückliche Nullnummer

„Haben uns nichts ermöglicht“: VfB-Trainer Hoeneß von Bayer beeindruckt

Die Begegnung zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart war ziemlich einseitig. Sebastian Hoeneß, der Trainer der Gäste, äußerte sich später offen.

Stuttgart - Die Statistiken im Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart drücken aus, in welche Richtung die Partie am Freitagabend ging. 19 Torschüsse hatte die Werkself, vier nur die Schwaben. Auch in den Bereichen Laufleistung (113,37 zu 112,87 Kilometer), Ballbesitz (52 zu 48 Prozent) und Zweikampf (56 zu 44 Prozent) waren die Gastgeber überlegen. Ohne VfB-Keeper Alexander Nübel hätten die Stuttgart wohl eine Abreibung kassiert.

Hoeneß mit großem Lob für Bayer

Trainer Sebastian Hoeneß war daher nicht zufrieden mit dem Auftritt der Schwaben. Dabei waren die Duelle dieser beiden Teams zuletzt sehr eng, es blieb zumeist bis tief in die Nachspielzeit dramatisch und spannend. Diesmal waren die Unterschiede gewaltig. „Das lag einerseits daran, dass wir nicht die Energie auf den Platz gebracht haben“, gab Hoeneß offen zu und tadelte damit seine eigene Mannschaft.

Trainer Sebastian Hoeneß hatte mit dem VfB gegen Bayer Leverkusen wenig entgegenzusetzen.

Der beim VfB so erfolgreiche Trainer verteilte aber auch ein Lob für den Kontrahenten: „Andererseits hat Bayer eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, stark gepresst. Sie haben uns nichts ermöglicht. Das war enorm.“ Erst als die Schwaben taktisch umstellten, konnte die Anzahl an gefährlichen Angriffen der Werkself verringert werden. Zu diesem Zeitpunkt hielt Nübel schon etliche Bälle, zudem klatschte das Leder zweimal ans Aluminium.

Nübel sieht „schlechtestes Spiel“ gegen Bayer

Der herausragend agierende Schlussmann gab danach bei DAZN zu: „Ich glaube, wenn man das Jahr betrachtet, war es unser schlechtestes Spiel gegen Leverkusen.“ Man könne glücklich sein, „dass wir hier 0:0 spielen und nicht verlieren“. Der VfB verpasst zwar einen größeren Sprung in der Tabelle, dennoch bleiben die Schwaben mit 13 Punkten in Tuchfühlung an die Top 6. Es gilt, die Partie abzuschütteln und nach vorne zu blicken auf das Champions League-Duell gegen Atalanta Bergamo am Mittwochabend.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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