Deutliche Kritik

Hamann attackiert BVB-Star vor Barca-Match: „Kein Interesse, der Mannschaft zu helfen“

Vor dem Rückspiel im Viertelfinale des BVB gegen den FC Barcelona hat der TV-Analyst Dietmar Hamann einen BVB-Spieler besonders heftig angegriffen.

Dortmund – Bei Borussia Dortmund läuft es in dieser Saison überhaupt nicht rund. In der Bundesliga ist man nach wie vor meilenweit vom internationalen Geschäft entfernt. Im DFB-Pokal setzte es ein frühes Aus und nach dem 0:4 im Viertelfinal-Hinspiel scheint vor dem Rückspiel gegen den FC Barcelona nun auch das Aus in der Champions League imminent.

Hamann knöpft sich BVB-Star Brandt vor

Zwischen den beiden Königsklassen-Partien gegen den spanischen Spitzenklub mussten die Schwarz-Gelben in der Liga auch noch gegen den FC Bayern ran. Dank einer couragierten Leistung gab es – trotz zwischenzeitlicher Führung – beim 2:2 immerhin einen Punktgewinn zu bejubeln. Rosig ist die Lage in Dortmund deshalb aber noch lange nicht. So sieht es zumindest TV-Experte Dietmar Hamann, der sich besonders über BVB-Star Julian Brandt aufregte.

„Du führst in München, dir steht das Wasser bis zum Hals, du hast gerade vier in Barcelona bekommen, hast dich von der Champions League verabschiedet und dann schaut er dem Gnabry hinterher. Dann geht er nicht einmal in die Mitte, dass er noch mal mithelfen kann“, echauffierte sich der 51-Jährige bei Sky und wurde sogar noch deutlicher: „Er hat kein Interesse, der Mannschaft zu helfen.“

Julian Brandt (li.) stand zuletzt häufig im Zentrum der Kritik.

Hamann deutlich: „Hätte ihn sofort ausgewechselt“

Hamann bezieht sich auf Brandts geringen Einsatz vor den beiden Treffern von Raphael Guerreiro (65. Minute) und Serge Gnabry (69.). Letzteren hatte Brandt mit seiner passiven Zweikampfhaltung in beiden Situationen zu wenig beim Dribbling gestört. Kurz darauf wurde der Mittelfeldspieler von Niko Kovac ausgewechselt. „Mich wundert‘s, dass er da noch zehn oder 15 Minuten weitergespielt hat, bevor er rauskommt. Den hätte ich sofort ausgewechselt. Das ist für mich überhaupt kein Thema“, schimpfte Hamann weiter.

Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Schon im Januar wurde der FC Bayern intensiv mit Christopher Nkunku in Verbindung gebracht. Sportvorstand Max Eberl soll mit dem Spielerlager schon kurz vor einer Einigung gestanden haben. Eines der Hauptprobleme blieb die hohe Preisvorstellung des FC Chelsea. Jüngsten Medienberichten zufolge könnte der Ex-Leipziger im Sommer allerdings deutlich günstiger werden – und womöglich „nur“ 40 bis 45 Millionen Euro kosten.
Dass die Bayern Florian Wirtz (li.) unbedingt verpflichten wollen, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Klub-Bosse wollen das Duo Wirtz/Musiala nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch auf Vereinsebene sehen. Die Münchner wären wohl bereit, tief in die Tasche zu greifen, um das Supertalent am liebsten schon in diesem Sommer von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen loszueisen.
Nick Woltemade steht bei den Bayern weit oben auf der Stürmer-Wunschliste. Der U21-Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Sommer von Werder Bremen zum VfB Stuttgart, überzeugte seitdem die Bayern-Bosse von seinen Fähigkeiten. Sein Vertrag läuft noch bis 2028 – und beinhaltet keine Ausstiegsklausel.
Und noch ein deutscher Stürmer: Mit seiner überragenden Saison bei Mainz 05 spielte Jonathan Burkardt sich bereits in die deutsche Nationalmannschaft. Logisch, dass das auch den Rekordmeister auf den Plan ruft. Ex-Bayern-Profi Nils Petersen riet Burkardt aber jüngst, einen Bayern-Wechsel aufgrund geringer Einsatzchancen gut zu überdenken.
Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Brandt gehört beim BVB auch in dieser Saison zu den klaren Stammspielern. Wettbewerbsübergreifend kommt er bereits auf 39 Einsätze im Trikot der Westfalen. Dabei gelangen ihm vier Tore und elf Vorlagen (davon fünf in der Champions League). (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

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