Nur ein Sieg seit 1994

Horrorbilanz: Eintracht-Schrecken vor dem Kölner „Trömmelche“

Die Fahrt ins Rheinland bereitet Eintracht Frankfurt nur selten Freude. Aufsteiger 1. FC Köln hat den Hessen oftmals empfindliche Pleiten zugefügt.

Frankfurt/Köln – „Denn wenn et Trömmelche jeiht, dann stonn mer all parat. Un mer trecke durch de Stadt, un jeder hät jesaht: Kölle Alaaf, Alaaf! Kölle Alaaf!“ Die Tormusik des 1. FC Köln zählt mit großer Sicherheit zu den markantesten der Bundesliga. Ob man diese nun mag oder nicht, sei dahingestellt. Wenn sie in Kneipen läuft, dann hat sie auch schon mancher Nicht-Effzeh-Fan mitgeträllert.

Die Fans des 1. FC Köln dürfen gegen die Eintracht oft feiern

Bei der Anhängerschaft von Eintracht Frankfurt löst der Gedanke an diese Hymne jedoch eher Furcht und starke Kopfschmerzen aus – und zwar schon dann, bevor das erste Bier geflossen ist. 48-mal reisten die Hessen zu Ligapartien zu den Rheinländern. Nur neunmal gingen sie als Sieger vom Feld. So richtig bitter wird die Bilanz mit Blick auf die vergangenen 31 Jahre.

Siege in Köln? Für Eintracht-Fans ein seltener Glücksmoment

In der Saison 1993/94 sicherte sich die Eintracht durch einen 3:2-Sieg mit Elfmeterschütze Anthony Yeboah die UEFA-Cup-Qualifikation. Im Herbst 2017 gab es durch einen strittigen Elfmeter von Sébastien Haller einen glücklichen 1:0-Erfolg. Köln gewann elf (!) der vergangenen 17 Duelle in der eigenen Arena.

Dabei spielte es nie eine Rolle, welchen Platz der Effzeh belegt hat. Auch in längst vergessenen Jahren gab es krachende Niederlagen. In der Saison 1983/84 wurden die Frankfurter von Klaus Allofs und Co. mit 7:0 aus dem damaligen Müngersdorfer Stadion geschossen. 1980/81 kassierte die fünftplatzierte Eintracht gegen den Tabellenachten aus Köln ein 0:5.

Karl war der Letzte: Diese deutschen Nationalspieler feierten ihr Debüt unter Julian Nagelsmann

Chris Führich feierte am 14. Oktober 2023 beim 3:1-Sieg gegen die USA sein Debüt für die Nationalmannschaft. Als dynamischer Flügelspieler des VfB Stuttgart überzeugte er mit Tempo und Technik. Seitdem durfte er öfters für den DFB auflaufen und wurde für die UEFA Euro 2024 nominiert.
Am 18. Oktober 2023 kam Kevin Behrens beim 2:2 gegen Mexiko zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Damals noch bei Union Berlin unter Vertrag, wechselte er Anfang 2024 zum VfL Wolfsburg. Seitdem wurde er nicht mehr nominiert.
Marvin Ducksch debütierte am 18. November 2023 gegen die Türkei. Als torgefährlicher Angreifer von Werder Bremen wurde er in zwei Länderspielen eingesetzt. Trotz starker Leistungen im Verein blieb es bislang bei diesen Einsätzen.
Beim 0:2 gegen Österreich am 21. November 2023 feierte Robert Andrich sein Debüt für die Nationalmannschaft. Mit konstanten Leistungen bei Bayer Leverkusen etablierte er sich schnell im DFB-Kader und wurde für die EM 2024 nominiert.
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Aktuell liegen zwischen den beiden Traditionsvereinen Welten. Der Marktwert von Aufsteiger Köln wird laut transfermarkt.de auf 106,28 Millionen Euro geschätzt. Die Eintracht hingegen liegt als Champions-League-Teilnehmer und regelmäßiger Europa-League-Qualifikant bei 383,9 Millionen Euro – Platz vier im Gesamtranking.

Das alles zählt aber nicht, wenn am Samstagabend um 18.30 Uhr zum Topspiel der Anpfiff ertönt. Beim letzten Aufeinandertreffen im Februar 2023 hätten sich die Frankfurter beim späteren Absteiger aus Köln oben so richtig festbeißen können – und verloren am Ende sang- und klanglos mit 0:2. Der von der Eintracht zum Effzeh verliehene Faride Alidou wurde zum Matchwinner. Trotz 19 Punkten Differenz war kein Klassenunterschied erkennbar.

Wie läuft die Partie diesmal ab? Eintracht belegt in der Auswärtstabelle den fünften Rang. Es gab bislang eine Niederlage – und das beim zweiten Angstgegner aus Leverkusen (1:3). Köln ist gut in die Saison gestartet und sammelte daheim sieben von zwölf möglichen Zählern. Frankfurt jedenfalls will in einer für den Klub sehr wichtigen Woche mit Duellen beim Effzeh, gegen Bergamo und Wolfsburg verhindern, dass das „Trömmelche“ zu hören ist.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz

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